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1

1

I. , man .

1. Man muss die Anweisungen der Unternehmensleitung genau beachten.

2. Man kann den Vertrag nicht rückgängig machen.

3. In dieser Situation muss man alle Sonderwünsche berücksichtigen.

II. , , , .

1. Nach Prognosen der Experten erwartete man den Abbau der Kapazitäten

in dieser Branche.

2. Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf relativ stabilem Wachstumspfad.

3. Das nächste Jahr wird der deutschen Wirtschaft weiterhin Wachstum schenken.

4. Das Defizit im amerikanischen Außenhandel war im vorigen Jahr gesunken.

5. Der Reingewinn der Firma ist auf 2 Milliarden Euro gestiegen.

III. , , : da , weil , dass , der , die , das , nachdem , wenn .

1. Der Bedarf an Textilmaschinen ist sehr groß, der vorhandene Maschinenmarkt veraltet ist.

2. Wir werden Ihnen sehr dankbar sein, Sie den Wechsel prolongieren können.

3. Hier verkauft man moderne Computer, den höchsten Ansprüchen genügen.

4. Das Unternehmen wartete auf den Zahlungseingang, es den Kunden informiert hatte.

5. der Chef die Geschäftspläne erklärt hatte, machten sich die Mitarbeiter sofort an die Arbeit.

IV. . 1 4.

Warum wirtschaften die Menschen?

1. Nahezu jeder Mensch hat eine unbegrenzte Anzahl von Bedürfnissen. Diese Bedürfnisse sind individuell unterschiedlich, wandelbar und von verschiedenen Bedingungen abhängig. Bedürfnisse werden von Menschen als Mangel empfunden, und der einzelne Mensch strebt danach, diese Bedürfnisse zu befriedigen und damit den Mangelzustand zu beseitigen.

2. Die zur Befriedigung der Bedürfhisse notwendigen Güter und Dienstleistungen stehen bis auf wenige Ausnahmen (Sonnenlicht, Luft) nicht unbegrenzt zur Verfügung; sie sind knapp. Der Unbegrenztheit menschlichen Bedürfnisse einerseits und der Knappheit der Güter andererseits verdankt die Wirtschaft ihre Entstehung. Dieses Spannungsverhältnis zwingt die Menschen zu wirtschaften, das heißt, Güter und Dienstleistungen zu erstellen und sie den Menschen zur Verfügung zu stellen. Die Produktion der Güter und Dienstleistungen übernehmen die Betriebe.

3. Knappe (wirtschaftliche) Güter haben ihren Preis. Deshalb kann der Mensch nur einen Teil seiner Bedürfhisse befriedigen. Dieser Rahmen wird durch seine persönliche Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit sowie durch seine verfügbaren Mittel (Einkommen und Vermögen) abgesteckt. Der Teil der Bedürfnisse, der befriedigt werden kann, heißt Bedarf. Die Bedarfsdeckung des einzelnen Menschen kann durch Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen oder durch Eigenleistungen erfolgen. Die Bedarfsdeckung durch Nachfrage kann erst dann wirksam werden, wenn ihr am Markt ein entsprechendes Angebot gegenübersteht. Von Eigenleistung spricht man, wenn ein Mensch in seiner Freizeit Arbeitskraft einsetzt, um Bedürfhisse zu befriedigen.

4. Also, Befriedigung der menschlichen Bedürfhisse durch knappe Güter führt zur Notwendigkeit des Wirtschaftens. Menschen und ihre Haushalte, die ihren Bedarf durch ihre eigenen Mittel am Markt decken, schaffen Nachfrage, Menschen und ihre Betriebe, die Güter und Dienstleistungen für die Bedarfdeckung an den Markt bringen, schaffen Angebot. Nachfrage (Bedarf an Gütern und Dienstleistungen) und Angebot (Produktion von Gütern und Dienstleistungen) werden nur am Markt wirksam, und so kommt es zur Notwendigkeit einer Marktwirtschaft.

V. 3 : Was hei ß t Bedarf ?

1

2

I. , man .

1. Man soll die Bestellung widerrufen.

2. Man muss die Anweisungen der Unternehmensleitung genau beachten.

3. Man sendet Ihnen diesen Scheck rechtzeitig.

II. , , , .

1. Das Defizit im amerikanischen Außenhandel ist im vorigen Jahr gesunken.

2. Italien ist auch in diesem Saison das billigste Urlaubsland im Alpenregion.

3. Die Heinz- und Kochgeräteindustrie in Deutschland hat ein gutes Ergebnis erreicht.

4. Der Warenumsatz kam um nahezu ein Viertel zu.

5. In Finnland hatte sich die Konjunktur erhöht.

III. , , : da , weil , dass , der , die , das , nachdem , wenn .

1. Zu Mittel- und Osteuropa bedeutet es, sich das Wachstum in Polen und Ungarn weiter festigen wird.

2. Wir möchten Sie bitten, Ihren Rechtsanwalt nicht einzuschalten, es sich um ein Versehen handelt.

3. Leider sind die Preislisten, wir Ihnen letzten Monat zugeschickt haben, nicht mehr aktuell.

4. Wir werden Ihnen sehr dankbar sein, Sie uns Hilfe leisten können.

5. Die Firma wartete auf Zahlungseingang, Sie den Kunden gemahnt hatte.

IV. . 1 3.

Genossenschaft

1. Die Genossenschaft ist ein Verein mit nicht geschlossener (d. h. freier und wechselnder) Mitgliederzahl, dessen Zweck darauf gerichtet ist, den Erwerb und die Wirtschaft der Mitglieder (Genossen) zu fordern, und der in das Genossenschaftsregister eingetragen werden muss. Die Gründung einer Genossenschaft vollzieht sich wie beim eingetragenen Verein. Die Mindestzahl der Genossen ist 7. Das Statut (Satzung) muss schriftlich aufgestellt werden. Es kann nur durch einen Beschluss der Generalversammlung mit Dreiviertel Mehrheit geändert werden. Die Genossenschaft entsteht erst mit der Eintragung im Genossenschaftsregister.

2. Jede Genossenschaft hat 3 notwendige Organe: die Generalversammlung, den Aufsichtsrat und den Vorstand. Der Vorstand besteht aus mindestens 2 Mitgliedern; ihm stehen Geschäftsführung und Vertretung der Genossenschaft grundsätzlich gemeinsam zu. Die Vertretungsmacht ist nach außen hin unbeschränkbar. Der Vorstand wird von der Generalversammlung gewählt. Seine Bestellung kann jederzeit auch ohne wichtigen Grund widerrufen werden.

3. Die Mitgliedschaft einer Genossenschaft setzt Teilnahme an der Gründung oder eine unbedingte schriftliche Beitrittserklärung voraus, wird aber erst durch die Eintragung in die vom Registergericht geführte Genossenliste erworben. Grundsätzlich kann einem Genossen nur eine Mitgliedschaft zustehen; jedoch kann das Statut den Erwerb mehrerer Geschäftsanteile zulassen oder bestimmen. Der Verlust der Mitgliedschaft tritt ein durch Tod, Austritt und durch Ausschluss. Nach Ausscheiden des Genossen findet die Auseinandersetzung mit der Genossenschaft in der Weise statt, dass das Geschäftsguthaben des Genossen auf Grund der Bilanz zu errechnen und auszuzahlen ist.

4. Auflösung der Genossenschaft ist vorgesehen insbesondere durch Beschluss der Generalversammlung mit Dreiviertel Mehrheit, Beschluss des Registergerichts, Eröffnung des Insolverzverfahrens oder deren Ablehnung mangels Masse, durch Löschung der Genossenschaft wegen Vermögenslosigkeit, sowie Umwandlung. Nach der Auflösung findet eine Liquidation statt. Bis zur Beendigung der Liquidation besteht die Genossenschaft noch fort.

V. 4 : Wodurch ist Auflösung der Genossenschaft vorgesehen?

1

3

I. , man .

1. Man muss die Bestellung so schnell wie möglich ausführen.

2. In unserer Firma arbeitet man am Wochenende nicht.

3. Man kann den Vertrag nicht rückgängig machen.

II. , , , .

1. Das Internet schafft neue digitale Massenmärkte.

2. Für Kunststofferzeuger war dieses Jahr enttäuschend.

3. Der Reingewinn der Firma ist auf 2 Milliarden Euro gestiegen.

4. Drei Unternehmen werden zusammen rund 12% des Kapitals im Konzern besitzen.

5. Unsere Gesellschaft wird die Einnahmen bis 2010 verdoppeln.

III. , , : da , weil , dass , der , die , das , nachdem , wenn .

1. Die Assistentin kontrollierte das Konto, sie den Kunden gemahnt hatte.

2. Sie einverstanden sind, wird unser Manager Ihnen die Preislisten per Fax senden.

3. Wir können dem Kunden keinen Rabatt gewähren, er nicht pünktlich zahlt.

4. Ich hoffe, Ihre Firma alle Waren rechtzeitig liefern kann.

5. Hier verkauft man moderne Computer, den höhsten Ansprüchen genügen.

IV. . 3.

Industrie- und Handelskammer

1. Industrie- und Handelskammer (IHK), Selbstverwaltungs- und Interessenorganisation der gewerblichen Wirtschaft, die für die Unternehmen ihres Bezirkes zuständig ist und das Gesamtinteresse ihrer Angehörigen zu wahren hat. Eine IHK ist Körperschaft des öffentlichen Rechts and u. a. für die Aus- und Weiterbildung, die Bestellung von Sachverständigen, die Abnahme von Prüfungen und die Ausstellung von amtlichen Außenhandelsdokumenten zuständig.

2. Für bundesweit über drei Millionen Unternehmen besteht Zwangsmitgliedschaft in den insgesamt 82 IHK, die zum Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zusammengeschlossen sind. Sitz des DIHK ist Berlin. Er wurde 1861 als Deutscher Handelstag gegründet, 1935 aufgelöst und 1949 neu gegründet. 2001 wurde er von Deutscher Insudtrie- und Handelstag (D1HT) in DIHK umbenannt. Als Interessenorganisationen im Ausland existieren in über 70 Ländern Außenhandelskammer-(AHK)Büros mit freiwilliger Mitgliedschaft und Repräsentanzen oder Delegiertenbüros der Deutschen Wirtschaft. Der Verein der IHK-Verweigerer, 1996 gegründet, hat seinen Sitz in Dortmund.

3. Schwerpunkt der IHK-Arbeit über den engeren gesetzlichen Auftrag hinaus sind die Interessenvertretung in der kommunalen und regionalen Politik und die internen Beratungsangebote zu betrieblichen, rechtlichen und wirtschaftspolitischen Fragen. Der DIHK wird als Spitzenorganisation der Wirtschaft an zahlreichen Anhörungen der Bundesregierung beteiligt. Größtes Problem der IHK ist die Zukunft der Zwangsamitgliedschaft. Zahlreiche Unternehmen wollen die Kosten sparen und drängen auf eine Aufhebung der Mitgliedschaftspflicht, während Verbandsobere und Politiker die Struktur erhalten wollen. Ganze Branchen haben sich den IHK-Verweigerern angeschlossen. Kritisiert wird auch, dass ihr Apparat überdimensioniert ist, die Haushalte als einzige der öffentlich-rechtlichen Körperschaften nicht von Rechnungshöfen geprüft werden und die Organisation insgesamt wenig demokratisch und transparent sei. Während die IHK die Interessen aller Mitglieder vertreten müssen, betrachten diese sich untereinander eher als Konkurrenten. Außerdem sehen Unternehmen ihre Partikularinteressen (nach Betriebsgrößen oder Branchen) eher in den Fachverbänden mit freiwilliger Mitgliedschaft, die sich um ihre Attraktivität bemühen müssen, gewahrt.

V. 1 : Welche Aufgaben hat die Industrie- und Handelskammer?

1

4

I. , man .

1. Man soll diesen Auftrag sofort ausfüren.

2. Den Kopierer kann man noch reparieren.

3. Heute unterschreibt man diesen wichtigen Vertrag unbedingt.

II. , , , .

1. Den Auftragszugang ist um Fünftel kleiner als im Jahr zuvor.

2. Hamburgs Wirtschaft wird in diesem Jahr wesentlich langsamer wachsen.

3. Unsere Kollegen sind gestern nach Berlin verreist.

4. Das Bruttoinlandsprodukt hatte um 3% zugenommen.

5. Gründe für unbefriedigendes Ergebnis waren die schwache Konjunktur und die Importbeschränkungen.

III. , , : da , weil , dass , der , die , das , nachdem , wenn .

1. Unser Vertreter , im Oktober Moskau ist, kann mit Ihnen einen Termin vereinbaren.

2. Ich vermute, sich die Firmenleitung an die Vereinbarung hält.

3. die Prüfung keine Material- oder Verarbeitungsfehler ergab, fällt der Schaden nicht unter die Garantie.

4. die Ware später eintreffen soll, werde ich die Annahme verweigern.

5. Der Buchalter mahnte uns zum dritten Mal, er die Zahlungseingänge kontrolliert hatte.

IV. . 1 2.

Angebot

1. Ein Angebot ist die Willenserklärung des Bieters, einer anderen Person eine Ware, Dienstleistung oder Sache zu bestimmten Bedingungen (auch Konditionen genannt) zu verkaufen, zu erbringen, zu verleihen, zu vermieten, zu verpachten, also zu überlassen. Um die Bedingungen genau zu beschreiben, müssen Angaben über die Art, die Beschaffenheit, die Güte, die Menge, den Preis, die Art und den Zeitpunkt der Lieferung/Leistung sowie über die Art und den Zeitpunkt der Zahlung gemacht werden. Außerdem sind der Erfüllungsort und der Gerichtsstand zu nennen. Durch Abgabe und Annahme eines Angebots kommt ein Vertrag zustande.

2. Ein Angebot ist an keine bestimmte Form gebunden; es kann sowohl mündlich als auch schriftlich abgegeben werden. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass es sinnvoll ist, ein mündliches Angebot schriftlich zu bestätigen, um Missverständnisse von vornherein zu vermeiden und um bei eventuellen späteren Streitigkeiten über Beweismaterial zu verfügen. Der Bieter ist so lange an sein Angebot gebunden, bis der Empfänger die Bindung durch Nichtannahme, nicht rechtzeitige Annahme oder Änderung der Bedingungen zum Erlöschen bringt. Aus diesem Grunde muss der Bieter vor der Angebotsabgabe gut überlegen, welche Zugeständnisse er machen kann und will.

3. Angebote ohne jede Zeit-, Mengen- oder Preisbegrenzung beinhalten oft für den Bieter ein erhebliches Risiko. Aus diesem Grunde werden Offerten sehr oft freibleibend oder in bestimmten Bestandteilen eingeschränkt abgegeben. Angebote, die Anwesenden oder Gesprächspartnern am Telefon abgegeben werden, sind sofort bei Abgabe wirksam. Die Bindung an das Angebot gilt dann nur für die Dauer der Unterredung, wenn es vom Angebotsempfänger nicht in dieser Zeit angenommen wird. Der einem Abwesenden gemachte Antrag kann nur bis zu dem Zeitpunkt angenommen werden, zu dem der Antragende den Eingang der Antwort unter regelmäßigen Umständen erwarten darf. Hat der Bieter für die Annahme des Antrags eine Frist bestimmt, so kann die Annahme nur innerhalb dieser Frist erfolgen.

4. Unter bestimmten Umständen ist es möglich, ein Angebot zu widerrufen. Das Angebot kann bis zum Eintreffen beim Empfänger widerrufen werden; dafür muss ein Widerruf vor dem oder zumindest gleichzeitig mit dem Angebot beim Empfänger eintreffen. Bevor ein Bieter ein Angebot abgibt, sollte er prüfen, ob er genau weiß, was der Angebotsempfänger erwartet. Unaufgefordert abgegebene Angebote haben oft nur deshalb keinen Erfolg, weil sich der Bieter vorher nicht genug informiert hat und der Empfänger etwas ganz anderes oder etwas in anderer Form benötigt.

V. 4 : Wann kann ein Angebot widerrufen werden?

1

5

I. , man .

1. Man soll die Waren termingemäß liefern.

2. Man bereitet die Ausstellungen sorgfältig vor.

3. In dieser Situation muss man alle Sonderwünsche berücksichtigen.

II. , , , .

1. Nach Prognosen der Experten erwartete man den Abbau der Kapazitäten in dieser Branche.

2. Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf relativ stabilem Wachstumspfad.

3. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft gewesen.

4. Die Inflation war von 27% im Monat auf null Prozent im Jahr zurückgegangen.

5. Unser Vertreter wird diesen wichtigen Vertrag unterschreiben.

III. , , : da , weil , dass , der , die , das , nachdem , wenn .

1. Das Unternehmen wartete auf den Zahlungseingang, es den Kunden informiert hatte.

2. Sie einverstanden sind, werde ich die Werbeagentur mit der Durchführung der Werbemaßnahmen beauftragen.

3. Wir können Ihre Bestellug nicht ausführen, die Waren nicht vorrätig sind.

4. Unsere Firma ist ein Großhandelsunternehmen, schon seit 20 Jahren besteht.

5. Berücksichtigen Sie bitte, wir sofort bar bezahlen werden.

IV. . 1 3.

Managementtechniken

1. Um den Managern bei ihren Führungsaufgaben konkrete Hilfestellungen zu bieten, wurden Führungs- und Managementtechniken entwickelt. So genannte Managementtechniken versuchen, konkrete Empfehlungen für ein erfolgreiches Führungsverhalten zu geben und die Auswirkungen auf die gesamte Organisation eines Unternehmens aufzuzeigen. Obwohl die meisten dieser Techniken nur einen speziellen Aspekt der Führung berücksichtigen, haben sie in der Praxis eine weite Verbreitung gefunden. Die bekanntesten Managementtechniken sind folgende: Führung durch Zielvereinbarung, Führung durch Abweichungskontrolle und Eingriff in Ausnahmefällen, Führung durch Aufgabendelegation, Führung durch Systemsteuerung, Führung durch Motivation,

2. Führung durch Zielvereinbarung (engl. Management by Objectives). Für dieses Modell sind eine Analyse des Ist-Zustandes sowie eine gemeinsam erarbeitete hierarchische Gliederung der Unternehmensziele notwendig. Durch diesen Ansatz werden die Ressourcen der Mitarbeiter mobilisiert, eine hohe Zielidentifikation erreicht und gleichzeitig die Führungsspitze entlastet.

Führung durch Abweichungskontrolle und Eingriff in Ausnahmefällen (engl. Management by Exception). Bei dieser Führungstechnik greift der Manager nicht ein, solange die Ergebnisse keine zu starken Abweichungen von den vorher festgesetzten Grenzen aufzeigen. Ziel ist darüber hinaus die Entlastung der Führung. Kritisch zu sehen ist, dass nur Negativabweichungen Beachtung finden. Positive Reaktionen haben keine Reaktionen zur Folge.

Führung durch Aufgabendelegation (engl. Management by Delegation). Durch die Übertragung von Verantwortung übergibt der Vorgesetzte seinen Mitarbeitern nicht nur die eigentliche Aufgabe, sondern auch Kompetenzen und Spielräume. Die Führungskraft wird bei Detailaufgaben entlastet und kann sich auf die Führungsaufgaben konzentrieren.

Führung durch Systemsteuerung (engl. Management by System). Unternehmen wird als großes System angesehen. Das Ziel dabei ist, alle Teilsysteme des Unternehmens einzubeziehen in ein bestmögliches Gesamtsystem.

3. Führung durch Motivation (engl. Management by Motivation). Die Mitarbeiter werden motiviert, die Führungsziele zu erreichen. Dabei stehen die Mitarbeiter und ihre Arbeitsmotivation im Vordergrund. Die Motivation kann durch monetäre wie nichtmonetäre Anreize erfolgen. Es gibt verschiedene Methoden, Arbeitsplätze attraktiver zu gestalten, das sind beispielsweise folgende: Arbeitsplatzwechsel, Aufgabenerweiterung, Äufgabenbereicherung usw.

V. 3 : Worin besteht die Führung durch Zielvereinbarung?

2

1

I. , .

1. Aus bestimmten Gründen kann die Aktiengesellschaft aufgelöst werden.

2. Alle Anweisungen sollen von uns genau beachtet werden.

3. Leider konnten diese Schwierigkeiten nicht vermieden werden.

II. , .

1. Der Betrieb kann in der nächsten Zeit die Ware liefern, ohne den Termin hinauszuschieben.

2. Es gibt die Möglichkeit, neue Arbeitsmethoden in diesem Betrieb zu verwenden.

3. Unser Sachbearbeiter sprach den Kunden persönlich an, um seine Wünsche zu berücksichtigen.

III. , haben sein c zu .

1. In diesem Land ist ein Boom bei den Exporten zu verzeichnen.

2. Der Zug zur Europäischen Währungsunion war nicht mehr aufzuhalten.

3. Eine Reduzierung des positiven Saldos ist jetzt nicht zu erwarten.

IV. . 1 3.

Marketing

1. Marketing [engl. 'ma:kitin] ursprünglich die Gesamtheit der Massnahmen, die unmittelbar auf Verkauf, Vertrieb und Distribution von Gütern gerichtet sind (insoweit gleichbedeutend mit Absatz oder Absatzwirtschaft); heute eine Unternehmer. Konzeption, die davon ausgeht, dass sich alle Unternehmensaktivitäten zur optimalen Erfüllung der Unternehmensziele am Markt zu orientieren haben (marktorientierte Unternehmenspolitik). Der Begriff Marketing ist nach dem Ersten Weltkrieg in den USA entstanden und hat sich Ende der 50-er Jahre auch in Europa durchgesetzt. Ein völlig entsprechender deutscher Terminus existiert nicht. Durch das Marketing soll dem wirtschaftlichen Wandel von Verkäufermärkten (Knappheitswirtschaft mit Nachfrageüberhang) zu Käufermärkten Rechnung getragen werden.

2. Marketing umfasst drei Komponenten: zunächst eine unternehmensphilosophische Grundhaltung, bei der das Leistungsangebot (Produktionsprogramm) eines Unternehmens an die Bedürfnisse bestimmter Nachfragegruppen unter Berücksichtigung der eigenen Wettbewerbsposition möglichst optimal angepasst wird. Dies bedingt den Einsatz von Marketing- und Marktforschung zur Entdeckung von unbefriedigten Bedürfnissen oder die kreative Entwicklung neuer Problemlösungskonzepte. Durch eine solche Innovationsstrategie soll die eher passive Imitationsstrategie überwunden werden.

3. Die zweite Komponente des Marketings ist der aktive und kreative Einsatz verschiedener absatz- oder marketingpolitischer Instrumente zur Erschliessung, Beeinflussung und Gestaltung eines Marktes sowie die bewusste Marktdifferenzierung durch Bildung von Marktsegmenten. Im einzelnen ergibt sich dabei eine Fülle möglicher Massnahmen der Produktionspolitik, der Werbung und anderer Instrumente der Kommunikationspolitik, der Preispolitik

4. Als dritte Komponente wird Marketing durch ein systematisches, auf Rationalität und Effizienz ausgerichtetes Managementverhalten charakterisiert, bei dem Planung, Organisation und Kontrolle zur zielbewussten Steuerung von Marketing-Prozessen eingesetzt werden.

V. 2 : Wod urch soll die passive Imitationsstrategie überwunden werden?

2

2

I. , .

1. Die Waren sollen von unserer Firma immer rechtzeitig geliefert werden.

2. Der Rechnungsbetrag musste auf Ihr Konto überwiesen werden.

3. Ihre Sonderwünsche können von dem Manager berücksichtigt werden.

II. , .

1. Sie haben kein Recht, die Vertragsbedingungen zu verletzen

2. Statt die Preise zu erhöhen, wird diese Firma mehr Produkte erzeugen.

3. Wir fahren zur Ausstellung, um neue Verträge mit anderen Unternehmen

zu schließen.

III. , haben sein c zu .

1. Die Verbesserungen in der Einfihr von Investitionsgütern sind zu erwarten.

2. Die bestimmte Stabilisierung des Gebrauchtwagenmarktes ist in diesem Jahr häufig zu beobachten.

3. Die russischen Unternehmen haben mit vielen Problemen zu kämpfem.

IV. . 1 3.

Der Markt

1. Unter einem Markt versteht man den Ort des regelmäßigen Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage. Der Markt ist in verschiedenen Dimensionen abzugrenzen, und zwar:

1) in sachlicher Hinsicht;

2) in räumlicher Hinsicht;

3) in zeitlicher Hinsicht;

4) in persönlicher Hinsicht.

In sachlicher Hinsicht ist zu fragen, ob die Unternehmung auf dem Süßwarenmarkt, dem Imbiß- und Genußmittelmarkt oder dem Lebensmittelmarkt tätig ist. Je enger der Markt abgegrenzt wird, desto größer werden die Marktanteile einer einzelnen Unternehmung und desto bedeutender erscheint ihre Stellung im Markt. Im Rahmen der Analyse der Absatzpolitik einer Unternehmung ist es von besonderer Bedeutung festzustelllen, inwieweit sich die Unternehmungen über die Art der Bedürfnisse, die sie befriedigen wollen, im klaren sind.

2. Der Markt ist aber auch in räumlicher Hinsicht abzugrenzen. Im Regelfall lassen sich ein Kerngebiet und Randgebiete unterscheiden. Auch heute noch verfügen beispielweise Brauereien in der Nähe ihres Schornsteins über sehr viele höhere Marktanteile als in ihren weiter entfernt liegenden Marktgebieten.

3. Ein drittes Problem der Marktbegrenzung ergibt sich schließlich aus der zeitlichen Dimension. So kann eine Unternehmung in einzelnen Zeitabschnitten (Jahren, Saisons) durchaus sehr verschiedene Marktanteile erzielen. Schließlich kann die Betrachtung auf bestimmte Abnehmergruppen eingegrenzt werden (z. B. Schüler).

4. Im Rahmen der Wettbewerbspolitik ist es festzustellen, ob eine Unternehmung eine marktbeherrschende Stellung innehat, was auch die Ermittlung von Marktanteilen und damit die Ermittlung der Grenzen des Marktes in den vier angegebenen Dimensionen voraussetzt. Die Marktabgrenzung ist von großer Bedeutung, weil sie dabei zu stellende Frage nach der Art des zu befriedigenden Bedürfnisses als eine Schlüsselfrage für den Erfolg im Markt gesehen wird.

V. 2 : Wie ist d er Markt in räumlicher Hinsicht abzugrenzen?

2

3

I. , .

1. Für die Lieferung muss ein anderer Termin fesgelegt werden.

2. Die Ware konnte noch diese Woche zugesandt werden.

3. Die Bestellung darf nicht widerrufen werden.

II. , .

1. Herr Schmidt möchte mit einer Firma in Berlin telefonieren, um diese

Handelsmesse zu besuchen.

2. Damals hatte er leider keine Zeit, sich mit diesem Problem zu beschäftigen

3. Der Kunde ging von einem Stand zum anderen, ohne etwas Passendes zu

finden.

III. , haben sein c zu .

1. Diese Ware war mit der Eisenbahn zu versenden.

2. Im vorigen Jahr hatte die Lufthansa unter Währungsturbulenzen zu leiden.

3. In diesem Land ist ein Boom bei den Exporten zu verzeichnen.

IV. . 1 2.

Die Marktabgränzung

1. Das Problem der Marktabgrenzung stellt im Kern ein Prognoseproblem dar: Wie werden die Nachfrager auf bestimmte absatzpolitische Maßnahmen reagieren? Die Gruppen von Nachfragern verhalten sich unterschiedlich. Man spricht von Marktsegmenten; alle Personen innerhalb eines Segmentes können auf den Einsatz bestimmter absatzpolitischer Instrumente gleichartig und vorhersehbar reagieren.

2. Merkmale bei der Marktsegmentierung sind folgende.

(1) Der sozioökonomische Status: a) das Einkommen, b) der Wohnort, c) der Beruf, d) der Besitzstand (Ausstattung mit Gütern, Schulden), e) die Rolle in der Familie, f) die Zugehörigkeit zu Gruppen.

Bei der Zugehörigkeit zu Gruppen ist auch an die Nachfrager zu denken, die keine Endverbraucher, sondern Gewerbetreibende sind (z. B. Handwerker oder Händler).

(2) Psychographische Angaben, hierbei ist vor allem auch: a) Kaufabsichten, b) Einstellungen, c) Motive (Bedürfnisse) hinzuweisen.

3. (3) Besonders wichtig für die Segmentierung sind auch jene Merkmale, mit denen das Verhalten der Konsumenten in der Vergangenheit erfasst wird, z. B.: a) die Einteilung in Intensiv-, Normal-, Wenig- und Nicht-Käufer; b) der Typ der Geschäfte, die in letzter Zeit bevorzugt aufgesucht wurden; c) Markentreue.

4. Wenn ein Anbieter so Einblick in die Struktur des Marktes oder der Nachfrager hat, wird er eher in der Lage sein zu prognostizieren, wie sich die Nachfrager bei einer bestimmten Absatzpolitik verhalten werden. Die Entwicklung der Absatzpolitik erfordert also, dass eine Unternehmung überlegt, welche Nachfrager sie mit ihren Produkten ansprechen will, wie die Lage dieser Nachfrager ist, aus welchen Gründen und für welche Zwecke sie das Produkt erwerben, welche Alternativen ihnen offenstehen usw., kurz, welches die Bestimmungsfaktoren für das Verhalten der Nachfrager sind.

V. 4 : Kann ein Anbieter prognostizieren, wie sich die Nachfrager bei einer bestimmten Absatzpolitik verhalten werden?

2

4

I. , .

1. Durch die Werbung muss die Verbindung zum Nachfrager gefestigt

werden.

2. Die bestmögliche Marktstellung konnte erreicht werden.

3. Alle Maßnahmen müssen aufeinander genau abgestimmt werden.

II. , .

1. Auf der Börse treffen Anbieter und Nachfager zusammen, um Waren und Wertfapiere zu handeln.

2. Ohne die Bedürfnisse der Menschen zu berücksichtigen, kann man nicht produzieren.

3. Es ist beabsichtigt, in den nächsten Wochen den Umsatz dieser Artikel zu erhöhen.

III. , haben sein zu.

1. Diese Ware war mit der Eisenbahn zu versenden.

2. Die Anzahl der Kreditinstitute war auf das Doppelfache zu steigern.

3. Der Zug zur Europäischen Währungsunion war nicht mehr aufzuhalten.

IV. . 2 3.

Börse

1. Die Börse entwickelte sich aus früheren Messen und Märkten. Erste Börsen in Deutschland entstanden zu Ende des 16. Jahrhunderts. Die Börse ist ein besonderer Markt. Hier treffen sich Anbieter und Nachfrager zusammen, um Wertpapiere, Waren oder Devisen zu handeln, die in der Börse selbst gar nicht verfügbar sind, das heißt an Ort und Stelle nicht geprüft werden können.

2. Bei Warenbörsen wird zwischen Produktenbörsen und Warenterminbörsen unterscheidet. Produktenbörsen dienen zum Handel von Waren, insbesondere von landwirtschaftlichen Produkten, die sofort geliefert werden sollen. Bei Warenterminbörsen werden Verträge abgeschlossen, die nicht sofort, sondern zu einem späteren Termin erfüllt werden müssen.

3. Die deutsche Terminbörse ist eine vollcomputerisierte Börse, die Anfang 1990 in der Bundesrepublik Deutschland ihre Tätigkeit annahm. Die Terminbörse ermöglicht über Bildschirm den Handel mit Finanzierungsinstrumenten, die geeignet sind, Marktänderungsrisiken zu begrenzen; darüber hinaus bietet sie internatinale Anlagemöglichkeiten.

Die Höhe der Kurse richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Der Preis, der sich an der Börse für die dort gehandelten Waren oder Werte bildet, ergibt sich ausschließlich aus den Forderungen der Anbieter und den Vorstellungen der Nachfrager. Preisvorstellungen von Anbietern und Nachfragern werden von vielen Faktoren geprägt.

4. Die Börse hat in der Regel die Rechtsform einer öffentlicherrechtlichen Körperschaft eigener Art. Sie wird als Veranstaltung von einem Börsenträger errichtet, der für die ordnungsgemäße Abhaltung und Durchführung sorgt. Solche Börsenträger sind zum Beispiel Industrie- und Handelskammern jeder Börsenvereine, denen Wirtschaftsunternehmen angehören.

Die Organisation der Börse wird durch ein Börsengesetz geregelt. Die größte Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit genießen die Wertpapierbörsen, deren Aktivität täglich in Funk und Fernsehen übertragen und in vielen Tageszeitungen dargestellt wird.

V. 4 : Welche Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit genießen die Wertpapierbörsen? Und warum?

2

5

I. , .

1. Die Errichtung einer Freihandelszone kann als eine integrative Maßnahme

betrachtet werden.

2. In der BRD dürfen die Banknoten nur von der Deutschen Bundesbank

ausgegeben werden.

3. Alle Maßnahmen müssen aufeinander genau abgestimmt werden.

II. , .

1. Der Markt ist besser in der Lage, die entstehenden wirtschaftlichen Probleme befriedigend zu regeln.

2. Um die Kosten zu sparen, nutzen die Firmen Online-Dienste.

3. Statt eigene Rohstoffe zu fördern, hat das Land seine Förderung gedrosselt.

III. , haben sein c zu .

1. Der Unternehmer hat selbst für das Wachstum seines Unternehmens zu sorgen.

2. Im Personalplan sind Neueinstellungen vorzusehen.

3. In den 70-er des 20. Jahrhunderts war in den USA nur ein geringer Aufwärtstrend der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.

IV. . 2 3.

Die Konkurrenten

1. Es ist zu fragen, welche Konkurrenten auf dem Markt tätig sind. In jeder Branche drückt der Wettbewerb die Rendite des eingesetzten Kapitals herunter. Werden hohe Rendite erzielt, dann wird dies weiteres Kapital anlocken. Die Fähigkeit einer Unternehmung, überdurchschnittliche Erträge aufrechtzuerhalten, hängt davon ab, wie stark die Wettbewerbskräfte in dieser Branche sind.

2. Die Konkurrenzsituation einer Unternehmung lässt sich mit zwei Fragen erschließen:

(1) Wie stark ist die Revalität unter den bestehenden Wettbewerbern, und wird diese Revalität voraussichlich steigen?

(2) Können neue Anbieter auf dem Markt auftreten, oder ist die Branche durch hohe Eintrittsbarrieren geschützt?

3. Die Eintrittsbarrieren sind nicht als juristische Schranken zu verstehen, sonden es sind ökonomische Sachverhalte, wie etwa:

a) Betriebsgrößenersparnisse, d. h. Unternehmungen mit hoher Leistung können zu niedrigeren Kosten arbeiten als kleinere Unternehmungen;

b) starke Bindungen der Käufer an die bisherigen Anbieter;

c) ein hoher Kapitalbedarf;

d) der Zugang zu den Waren;

e) ein Schutz durch den Staat;

aber auch die Erwartung, dass die jetzt schon vorhandenen Anbieter sich bis aufs Messer wehren werden, wenn neue Anbieter in ihren Markt eindringen.

4. Die weiteren ist zu fragen, ob die Revalität unter den sich auf dem Markt befindlichen Wettbewerbern steigen wird?

Die Intensität des Wettbewerbs wird nicht nur durch die subjektiven Vorstellungen der Unternehmensleiter bestimmt, sondern eine Reihe von sachlichen Gegebenheiten bestimmen auch hier das Wettbewerbsverhalten.

Die richtige Einschätzung der Konkurrenz ist einer der wichtigsten Faktoren in der Planung, wogegen oft sträflich verstossen wird.

V. 4 : Wodurch wird d ie Intensität des Wettbewerbs bestimmt?

Texte für zusätzliches Lesen

Abteil I

Text 1. EIN AUSBLICK AUF DIE ENTWICKLUNG DER WELTWIRTSCHAFT

Im 21. Jahrhundert geht die menschliche Gesellschaft monumentalen Verände rungen entgegen. Gemeint ist die Entwicklung zur globalen Informationsgesellschaft, die eine neue wirtschaftliche soziale und politische Ordnung schaffen wird. Wenn Informationen blitzschnell und weltweit über Datennetze ausgetauscht werden können, wachsen die Verbindungen zwischen Nationen und Unternehmen, werden Entfernungen unwichtig, entfaltet sich freie Marktwirtschaft. Die Informationsrevolution treibt den globalen Handel und die internationalen Investitionen zu enormen Zuwachsraten an.

Gleichzeitig steigt das Ausbildungs- und Leistungsniveau der Arbeitnehmer rund um den Erdball. Eine globale Mittelklasse entsteht und hinter dieser Entwicklung steht eine machtvolle Idee: marktwirtschaftliche Offenheit. Allerorten verfolgen Regierungen eine liberal ausgerichtete Wirtschaftspolitik, beschleunigen die multinationalen Konzerne den Austausch von Innovationen über offene Grenzen hinweg. Schon jetzt zeigt sich der Erfolg dieser Entwicklungen. Die jungen Ökonomen Mittel- und Osteuopas scheinen inzwischen einen Punkt erreicht zu haben, von dem aus sie in den nächsten Jahren Wachstumsraten von vier bis sechs Prozent erwarten können.

Ein weiterer Vorteil der globalen Interdependenz ist die Aussicht auf niedrigere Inflationsraten. Die Globalisierung des Marktes führt gleichzeitig zur Internationalisierung der Unternehmen. Anders als in der Vergangenheit sehen sich deshalb auch deutsche Unternehmen verstärkt im Ausland nach neuen Produktionsstätten und Absatzmärkten um. Das Bemerkenswerteste an der Marktwitrschaft aber ist die Fähigkeit der Bürger, rund um die Welt zu kommunizieren, miteinander Verträge abzuschließen und zu konkurrieren. Die Marktwirtschaft ist, also, aufgeschlossen und hat liberale Ziele zu verwirklichen, den Lebensstandard zu erhöhen und der Menschheit ein besseres und reicheres Leben zu ermöglichen.

Fragen zum Text:

1. Was für Veränderungen geht die menschliche Gesellschaft im 21. Jahrhundert entgegen?

2. Wie wird sich das Ausbildungs- und Leistungsniveau der Arbeitnehmer ändern?

3. Was heißt die marktwirtschaftliche Offenheit?

4. Was ist ein weiterer Vorteil der globalen Interdependenz?

5. Was ist das Bemerkenswerteste an der Marktwitrschaft?

Text 2. EINLEITUNG IN DIE WIRTSCHAFTSLEHRE

Mit der Wirtschaft scheint es sich wie mit der Gesundheit zu verhalten: Solange man gesund ist, kümmert man sich weder um die Kranken, noch um die vielen Krankheiten, ja, man erachtet oft genug die eigene Gesundheit nicht einmal als ein besonders wertvolles Geschenk. Ähnlich ist es im Wirtschaftsleben. Solange es den Menschen wirtschaftlich gut geht, kümmern sie sich herzlich wenig um all die Gegebenheiten, die Impulse, die ihre wirtschaftliche Existenz in Gang halten. Wenn aber plötzlich die Preise zu steigen beginnen, wenn man merkt, dass das Geld, welches man als Gegenleistung für die oft harte Arbeit bekommt, laufend seine Kaufkraft einbüßt, wenn man gar von einem Tag auf den anderen seinen Arbeitsplatz verliert, dann beginnt man doch, sich auch hier Gedanken zu machen.

Schlagen wir heute unsere Zeitung auf, dann stellen wir bald fest, dass die Innenpolitik einer Regierung fast ausschließlich aus Wirtschafts- und Sozialpolitik besteht. Vielseitig wirkt die Wirtschaft auf den Menschen ein. Sie beeinflusst alle Lebensbereiche. Ob die Menschen arbeiten oder Freizeit verbringen, ob sie Geld ausgeben oder sparen, etwas kaufen oder verkaufen, Verträge abschließen, Miete, Heizung und auch Steuern zahlen immer handelt es sich um wirtschaftliche Vorgänge. Umgekehrt beinflusst der Mensch seinerseits die Wirtschaft. Dabei spielt er im Wirtschaftsleben passive und aktive Rollen. Er ist nicht nur Produzent, sondern gleichzeitig auch Konsument. Alle wirtschaftenden Menschen treffen täglich Entscheidungen und beeinflussen dadurch ständig das wirtschaftliche Geschehen. Wirtschaften bedeutet sinn- und planvoll zu handeln. Je aktiver sich der Mensch am Wirtschaftsleben beteiligt, um so nachhaltiger kann er sein eigenes Leben, das Leben seiner Familie, seiner Mitbürger und letzten Endes die Wirtschaft und die Wirtschaftspolitik seines Staates mitgestalten.

Fragen zum Text:

1. Warum scheint es sich mit der Wirtschaft wie mit der Gesundheit zu verhalten?

2. Woraus besteht heute die Innenpolitik einer Regierung?

3. Wie wirkt die Wirtschaft auf den Menschen ein?

4. Wie beinflusst der Mensch seinerseits die Wirtschaft?

Text 3. WESEN UND AUFGABEN DER WIRTSCHAFT

Drei Grundfragen jeder Wirtschaftsordnung sind: 1. Was soll produziert werden? 2. Wie soll produziert werden? 3. Für wen soll produziert werden?

Unternehmer und Verbraucher müssen die Grundfragen des Wirtschaftens lösen. Jeder Verbraucher ist gezwungen, täglich wirtschaftliche Entscheidungen zu treffen. Die Wirtschaft beeinflusst alle Lebensbereiche und wirkt auf den Menschen vielseitig ein, aber der Mensch beeinflusst auch die Wirtschaft.

Jeder Mensch, der arbeitet, aber auch jeder, der nicht mehr arbeitet, der Rentner, der Kranke, und jeder Mensch, der noch nicht arbeitet, jedes Baby, jedes Schulkind, nimmt in diesem System (in der Wirtschaft) einen bestimmten Platz ein. Jeder hat seine Funktion. Sogar ein Baby, das gerade geboren ist. Wenn es nämlich keine Babys mehr gibt, bleiben die Kliniken halb leer, dann bleiben die Babywäschefabrikanten auf ihren Waren sitzen, dann verkaufen die Kinderwagenfabrikanten nicht so viele Kinderwagen usw.

Man könnte dieses und viele andere Beispiele noch unendlich fortsetzen. Sie lassen aber auch erkennen, dass Wirtschaft letzten Endes Politik ist, die Wirtschaftspolitik.

Unter Wirtschaft versteht man die Gesamtheit aller Einrichtungen und Maßnahmen zur planvollen Deckung des menschlichen Bedarfs an Gütern. Das Wesen der Wirtschaft bildet das ökonomische Prinzip, das heißt das Rationalprinzip. Das ökonomische Prinzip lässt sich auf dreifache Weise ausdrücken:

1. Mit gegebenen Mitteln ist der größtmögliche Erfolg zu erzielen (Maximalprinzip).

2. Ein geplanter Erfolg ist mit dem geringsten Einsatz an Mitteln anzustreben (Minimalprinzip, Sparprinzip).

3. Es gilt, einen möglichst großen Überschuss an über den Mitteleinsatz zu erlangen.

Fragen zum Text:

1. Was für Grundfragen sind in jeder Wirtschaftsordnung und wer muss sie lösen?

2. Welche Beispiele lassen erkennen, dass Wirtschaft Politik ist?

3. Was versteht man unter Wirtschaft?

4. Wie kann man das ökonomische Prinzip ausdrücken?

Text 4. DIE DEUTSCHE WIRTSCHAFT VON HEUTE

Die Bundesrepublik Deutschland ist heute in 16 Bundesländer gegliedert, die eigenständige Staaten sind darunter auch die drei Stadtstaaten: Berlin, Hamburg und Bremen. Von 1945 bis 1990 war Deutschland in zwei Staaten: die BRD und die DDR geteilt. Aber nach der politischen Wende lagen vor der neuen Regierung viele große Aufgaben.

In der BRD ist zur Zeit die soziale Marktwirtschaft. Das heißt: Der Wirtschaftsprozess wird grundsätzlich dezentral durch den Markt gesteuert. Der Staat sorgt für einen funktionsfähigen Wettbewerb. Zur Marktwirtschaft gehören Konsumfreiheit, Gewerbefreiheit, Freiheit der Berufs- und Arbeitsplatzwahl sowie das Recht auf Privateigentum.

Im Großen und Ganzen ist die BRD eines der wichtigsten Industrieländer der Welt und die stärkste Wirtschaftsmacht in Europa: Der Messeplatz der BRD ist weltweit die Nummer l bei internationalen Messen; mit 22 % der EU-Bevölkerung ist die BRD das kaufkräftigste Land der Europäischen Union; sie nimmt den 4. Rang ein mit einem Anteil von 6 % am weltweiten Dienstleistungshandel. Im weltweiten Vergleich lag die BRD 1996 auf Platz l bei Messereisen, auf Platz 4 bei Kongress- und Veranstaltungsreisen, auf Platz 4 als internationales Reiseziel, auf Platz 6 bei den Reisedeviseneinnahmen. Die BRD ist die zweitstärkste Exportnation in der Welt nach den USA. Im Bereich der Zukunftsprodukte ist sie mit einem Anteil von 15,5 % am Weltmarkt der drittggrößte Exporteur forschungsintensiver Produkte. Die wichtigsten Industriezweige der BRD sind Automobilindustrie, Maschinenbau, Elektrotechnik, chemische und pharmazeutische Industrie, Eisen- und Stahlindustrie.

Nicht zuletzt ist Deutschland ein Messeland. Von den international etwa 150 führenden Fachmessen finden rund zwei Drittel in Deutschland statt. Die Expo-2000 in Hannover zeigte unter dem Leitthema Mensch-Natur-Technik die Vielfalt der Möglichkeiten auf, wie die Weltgemeinschaft die ökologischen und ökonomischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts meistern kann.

Fragen zum Text:

1. Was heißt die soziale Marktwirtschaft?

2. Die BRD ist eines der wichtigsten Industrieländer der Welt und die stärkste

Wirtschaftsmacht in Europa. Wie können Sie das begründen?

3. Was sind die wichtigsten Industriezweige der BRD?

4. Was können Sie von Deutschland als von einem Messeland sagen?

Text 5. VOR - UND NACHTEILE DER FREIEN MARKTWIRTSCHAFT

Grundelement der freien Marktwirtschaft ist das freie Spiel der wirtschaftlichen Kräfte ohne staatliche Eingriffe. Viele Unternehmer erzielten Riesengewinne, und in ihren Händen bildete sich immer mehr Eigentum an Kapital. Man spricht deshalb auch vom kapitalistischen Wirtschaftssystem. Dieses System entstand im 19. Jahrhundert und brachte einen unbeschränkten Wettbewerb mit. Zur Zeit ist es leicht zu verstehen, dass die freie Marktwirtschaft sowohl ihre Vorteile, als auch Nachteile hat.

Vorteile der freien Marktwirtschaft. Die freie Marktwirtschaft gewährt Erzeugern und Verbrauchern ein hohes Maß an Freiheit und Selbstverantwortlichkeit und lässt dadurch die schöpferischen Kräfte im Menschen zur vollen Entfaltung kommen. Das Streben des Menschen, Eigentum zu erwerben und es zu vermehren, sowie der harte Konkurrenzkampf führen zu Höchstleistungen auf vielen Gebieten. Der Wettbewerb verbessert die Qualität und drückt die Preise. Der Markt orientiert sich an den Wünschen des Verbrauchers. Der Unternehmer produziert, was der Verbraucher will, denn er will ja seine Produkte verkaufen. So decken sich die Interessen von Erzeugern und Verbrauchern.

Nachteile der freien Marktwirtschaft. Der wirtschaftlich Schwache ist benachteiligt. Die kapitalistische Wirtschaftsordnung des 19. Jahrhunderts hatte zur Folge, dass die Reichen immer reicher und die Armen immer armer wurden. Die wirtschaftliche Macht der Großunternehmer wurde zur politischen Macht mit großem Einfuss auf das öffentliche Leben. Ein Überangebot an Arbeitskräften als Folge der Abwanderung der Bauern in die Industriestädte (= Strukturwandel der Wirtschaft) wurde von den Fabrikanten rücksichtslos ausgenutzt. Das Fehlen jeder Gesetzgebung gestattete ihnen die Ausbeutung der Arbeiter.

Monopolbildung schaltet den Wettbewerb aus. Riesige Konzerne kommen zur Marktbeherrschung, durch Absprachen über Produktionsmenge und Preise können sie den Wettbewerb unterdrücken. Schließlich diktieren sie als Monopole Löhne und Preise. Darunter leiden die kleinen und mittleren Unternehmer und die Verbraucher. So kann die freie Marktwirtschaft ihr eigentliches Steuerorgan, den Markt und den Wettbewerb, und damit sich selbst zerstören.

Fragen zum Text:

1. Was ist das Grundelement der freien Marktwirtschaft?

2. Warum spricht man auch vom kapitalistischen Wirtschaftssystem?

3. Welche Vorteile der freien Marktwirtschaft können Sie nennen?

4. Was gehört zu den Nachteilen der freien Marktwirtschaft?

5. Wie entsteht der Wettbewerb?

Text 6. WESEN DER ZENTRALVERWALTUNGSWIRTSCHAFT

Die sozialen Nachteile des kapitalistischen Wirtschaftssystems im 19. Jahrhundert waren Anlass, nach neuen Wegen und Ordnungen der Wirtschaft zu suchen. Karl Marx entwickelte in zahlreichen Schriften seine Gedanken zur Änderung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse. Die in seinem Hauptwerk Das Kapital erhobene Forderung nach Sozialisierung (d. h. Verstaatlichung) des Grundbesitzes und der Produktionsmittel wurde Grundlage jener sich als Gegenströmung zur freien Marktwirtschaft des kapitalistischen Systems gebildeten Wirtschaftsordnung.

In der zentral geplanten Wirtschaft gibt es im Grunde nur ein Wirtschaftsobjekt, den Staat. Er ist die alleinige Instanz, die den Wirtschaftsplan, der Kollektivplan ist, aufstellt. Entsprechend dem Zentral- oder Gesamtplan erhält jeder Betrieb einen Teilplan zugeteilt. Der Anhaltspunkt für das wirtschaftliche Handeln ist nicht der Markt, sondern das zentral aufgestellte Plansoll. Der Staat ist praktisch alleiniger Produzent und Arbeitgeber. Er bestimmt Art und Umfang der Produktion, setzt Löhne und Preise fest, sowie Einfuhr und Ausfuhr. Es gibt keine Unternehmer wie in der freien Marktwirtschaft. Angestellte des Staates (z. B. Direktoren) leiten die Betriebe. Anstelle von Gewinnen sollen Prämien für die Betriebsleitung und die Belegschaft als Anreiz dienen. Die Verbrauchsgüter werden nicht gekauft, sondern vom Staat verteilt. Während in der Marktwirtschaft der Preis Angebot und Nachfrage aufeinander abstimmt, tut das in der zentralen Planwirtschaft der Plan. Wirtschaftliche Entscheidungen (z. B. über Art und Umfang der Produktion, Verkauf und Preise) werden nicht von einer Vielzahl freier Unternehmer, sondern von einer zentralen staatlichen Behörde getroffen. Die die Zentralverwaltungswirtschaft bestimmenden drei Voraussetzungen sind Lenkungsfunktion des Staates, verwaltungswirtschaftliche Unterordnung und Kollektiveigentum.

Zu den Vorteilen der Zentralverwaltungswirtschaft gehören, in erster Linie, die Verhinderung der Missstände und sozialer Ungerechtigkeiten des kapitalistischen Wirtschaftssystems, Stabilität von Wirtschaft und Währung sowie Vollbeschäftigung. Aber als Nachteile kann man das Fehlen der Aussicht nach Gewinn, die Ausschaltung des Wettbewerbs und mangelhafte Qualität der produzierten Güter nennen.

Fragen zum Text:

1. Warum begann man nach neuen Wegen und Ordnungen der Wirtschaft zu

suchen?

2. Welche Rolle spielt der Staat in der zentral geplanten Wirtschaft?

3. Gibt es Unternehmer in der zentral geplanten Wirtschaft?

4. Wer leitet die Betriebe in der zentral geplanten Wirtschaft?

5. Wer trifft wirtschaftliche Entscheidungen?

6. Was gehört zu den Vor- und Nachteilen der Zentralverwaltungswirtschaft?

7. Was meinen Sie von der zentral geplanten Wirtschaft?

Text 7. WAS MAN WISSEN MUSS, UM EINEN MARKT ZU BEURTEILEN

Interessant ist zunächst, wie groß der Markt eigentlich ist. Die Anzahl der Firmen im Marktsegment oder die Anzahl der Personen in der Zielgruppe das wären typische Angaben für den theoretischen Gesamtmarkt. Man spricht dabei vom Marktpotenzial. Weiterhin von Interesse ist die Frage nach den Umsätzen oder Absatzmengen, die in einem bestimmten Markt jedes Jahr von allen Anbietern bewegt werden. Das wäre das Marktvolumen. Und wie groß ist der Marktanteil, das heißt unser Anteil am Marktvolumen? Wollen wir den Marktanteil steigern, müssen wir noch schneller sein als ein wachsender Markt oder standfester als die anderen Wettbewerber in einem schrumpfenden Markt. Ist der Bedarf in diesem Segment stabil oder starken Schwankungen ausgesetzt, z. B. durch Konjunktur oder Wetter?

Hier geht es nicht (nur) um Anzahl oder Größe der Mitbewerber. Letztere ist ohnehin relativ. Es gibt verschlafene Riesen und sehr lebendige, aggressive Klein- und Mittelbetriebe. Wo sind deren Stärken und Schwächen? Können wir etwas dagegensetzen? Wie gehen die Mitbewerber am Markt vor? Und wie können sie das finanziell durchhalten?

Wie hoch sind eigentlich die Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber in unserer Branche? Brauchen sie viel Kapital für den Einstieg? Brauchen sie spezielles Know-how? Wer in einer geschäftlich interessanten Branche mit niedrigen Eintrittsbarrieren sitzt, wird sich immer wieder auf Überraschungen durch neue Wettbewerber gefasst machen müssen.

Wer kämpft mit uns um das jährliche Marktvolumen? Wie viele Formen sind das und von welcher Art und Größe sind sie? Versteht man sich trotz aller Konkurrenz sonst ganz gut oder ist die Branche gekennzeichnet durch Aggressivität, Pressepolitiken und Rechtsstreitigkeiten?

Diese Daten sind in einer Überflussgesellschaft fast noch wichtiger als quantitativen Daten. Warum kaufen Menschen oder Firmen bestimmte Produkte und andere nicht? Und wie kommt ihre Entscheidung zustande?

Fragen zum Text:

1. Was ist das Marktpotenzial?

2. Was heißt das Marktvolumen?

3. Geht es nicht um Anzahl oder Größe der Mitbewerber?

4. Was ist wichtig zu wissen für die neuen Wettbewerber in einer Branche ?

Text 8. MARKT UND PREISBILDUNG

Unter einem Markt versteht man den Ort des regelmäßigen Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage. Ein echter Markt bietet Alternativen (= Wahl), für beide Marktseiten: für den Käufer (= Konsumenten) besteht die Möglichkeit, unter mehreren Angeboten auszuwählen; der Verkäufer (Produzent) hat Güter anzubieten und dabei den größtmöglichen Nutzen zu suchen. Auf einem echten Markt herrscht Wettbewerb, Konkurrenz. Die Märkte unterscheiden sich folgenderweise: 1) sachlich (Warenmärkte, Dienstleistungsmärkte, Arbeitsmärkte, Kreditmärkte); 2) räumlich-zeitlich (Wochenmärkte, Großmärkte, Jahrmärkte, Börsen, Messen, Ausstellungen, Versteigerungen (= Auktionen)); 3) nach Funktionen (Beschaffungsmärkte, Binnenmärkte, Importmärkte, Absatzmärkte, Exportmärkte).

Es gibt auch Märkte, die homogen (vollkommene Märkte) und solche, die heterogen sind (unvollkommene Märkte), wo die vollkommenen Märkte die Ausnahme und die unvollkommenen die Regel sind. Auf homogenen Märkten werden vollkommen einheitliche Güter gehandelt, auf heterogenen Märkten Güter, die sich mehr oder weniger voneinander unterscheiden. Auf den ersteren werden z. B. Edelmetalle, Effekten, auf den letzteren z. B. verschiedene Biersorten, Automobile verschiedener Hersteller gehandelt. Für einen vollkommenen Markt muss vor allem folgende Voraussetzung (= Prämisse) gelten: Abwesenheit sachlicher Vorzüge. Die vollkommen gleichartigen Güter dürfen keine Unterschiede in Qualität, Farbe, Abmessung, Geschmack usw. aufweisen (z. B. Banknoten, Pfandbriefe eines Kreditinstituts, Baumwolle eines bestimmten Standards). Wenn es um die Preisbildung auf unvollkommenen Märkten geht, so heißt es, dass die persönliche Meinung der Kunden auch eine erhebliche Rolle spielt, obwohl die angebotenen Güter objektiv gleichwertig sind.

Unter dem Preis versteht man allgemein den Warenpres, der als Gegenwert von Gütern und Dienstleistungen gilt. Bei geringem Angebot und großer Nachfrage steigt die Ware im Wert und auch im Preis. Der Preis zeigt die Wirtschaftslage an und bestimmt die Verteilung der Produktionsfaktoren.

Fragen zum Text:

1. Was versteht man unter einem Markt?

2. Was für Alternativen bietet ein echter Markt für beide Marktseiten?

3. Wie unterscheiden sich die Märkte?

4. Was versteht man unter vollkommenen und unvollkommenen Märkten?

5. Was spielt eine erhebliche Rolle bei der Preisbildung auf unvollkommenen

Märkten?

6. Was heißt Preis?

Text 9. UNTERNEHMEN UND ANDERE WIRTSCHAFTSEINHEITEN

Das Gesamtgefüge unserer Wirtschaft besteht aus einer Vielzahl von einzelnen Einheiten. Diese organisatorischen Einheiten können konsum- oder produktionsorientiert sein. Man unterscheidet sie dementsprechend in Haushalte und Unternehmen.

Ein Haushalt zeichnet sich durch seine Konsumorientierung aus. Güter und Dienstleistungen werden zur Deckung des eigenen Bedarfs gebraucht und verbraucht. Die Tatsache, dass in Haushalten auch produziert wird, etwa bei der Zubereitung eines Essens oder der Reparatur eines Fahrrades, darf im Rahmen einer typisierenden Betrachtungsweise vernachlässigt werden. Grundsätzlich gilt, dass Haushalte konsumorientiert und auf die Deckung des Eigenbedarfs ausgerichtet sind. Haushalte können unterteilt werden in:

a) öffentliche Haushalte, also die Haushalte der Kommunen, Länder und des Bundes;

b) private Haushalte, hierbei kann es sich um Ein- oder Mehrpersonenhaushalte handeln.

Während private Haushalte sich dadurch auszeichnen, dass sie Individualbedürfnisse ihrer Mitglieder zu befriedigen suchen, orientieren öffentliche Haushalte ihren Bedarf an den Bedürfnissen der privaten Haushalte, also an den Kollektivbedürfnissen. Grundsätzlich lösen Haushalte die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen aus.

Den konsumorientierten Haushalten stehen die produktionsorientierten Unternehmen gegenüber. Das Wort produzieren muss im weitesten Sinne des Wortes verstanden werden, so ist etwa die Bereitstellung einer Dienstleistung (z. B. einer Tasse Kaffee) ebenso das Produkt einer Unternehmung wie die Herstellung einer Kaffeemaschine. Eine Einteilung der Unternehmen kann erfolgen in:

a) öffentliche Unternehmen

b) private Unternehmen.

Ob es sich bei einem Unternehmen um ein öffentliches oder ein privates Unternehmen handelt, ist nicht immer einfach abzugrenzen.

Fragen zum Text:

1. Wodurch zeichnet sich ein Haushalt aus?

2. Worauf sind Haushalte ausgerichtet?

3. Wie kann man Haushalte unterteilen?

4. Woran orientieren öffentliche Haushalte ihren Bedarf?

Text 10. BETRIEB, UNTERNEHMUNG UND UNTERNEHMER

Die Begriffe Betrieb und Unternehmen/Unternehmung werden im allgemeinen Sprachgebrauch nicht sauber getrennt: Häufig wird Betrieb als der umfassende angesehen, da er produktive soziale Systeme in allen Wirtschaftsordnungen bezeichnet. Unternehmen/Unternehmung wird gebraucht, wenn man die erwerbwirtschaftliche Zielsetzung in Betracht zieht, was in der Marktwirtschaft von ausschlaggebender Bedeutung ist.

Dann sieht man die Unternehmung als Begriff an und den Betrieb als Teil der Unternehmung.

Die Unternehmung ist eine rechtlich und wirtschaftlich selbständige Einheit der Volkswirtschaft, die nach eigenem Wirtschaftsplan und auf eigenes Risiko arbeitet, mit der Absicht, einen Gewinn zu erzielen.

Der Betrieb ist eine räumlich-technisch-soziale Einheit, die Leistungen erstellt, wirtschaftlichen Zielsetzungen folgt, aber wirtschaftlich unselbständig ist.

Eine Unternehmung kann aus mehreren Betrieben bestehen, nicht aber ein Betrieb aus mehreren Unternehmen.

Hierzu kommen noch Begriffe wie Firma, Fabrik, Werk und Geschäft. Der Begriff Firma bezeichnet den Namen der Unternehmung, die Begriffe Fabrik und Werk stellen die produktionswirtschaftliche Seite eines Betriebes heraus. Geschäft im engeren Sinne ist eine Kaufstelle oder eine Dienststelle (Büro, Kontor, Office), im weiteren Sinne ist das Geschäft entweder eine Handels- oder Bankoperation oder andere wirtschaftliche Tätigkeiten.

Was den Unternehmer sebst anbetrifft, ist er nach moderner Auffassung eine Gestalt in der kapitalitisch-liberalistischen Marktwirtschaft, der Repräsentant einer ganzen ökonomischen Epoche, in der ihm die führende Rolle zukommt.

Das eigentliche Wesen des Unternehmers beruht auf seiner Funktion eines Wirtschaftsführers, der immer neue Kombinationen der begrenzten Produktionsmittel durchsetzt und damit die Wirtschaft ständig dynamisch macht. Seine Tätigkeiten sind auf Erzeugung neuer Produkte oder neuer Qualitäten der Produkte, auf Einführung neuer Produktionsmethoden und neuer Organisationen der Produktion auf Erschließung neuer Absatzmärkte gerichtet.

Der Unternehmer kann die leitende Tätigkeit und Eigentum an der Unternehmung in sich vereinigen (Fabrikherr, Kaufmann, Industriekapitan), er kann als Geschäftsführer im Anstellungsvertrag mit der Unternehmung stehen (Direktor, Betriebsleiter, Manager), er muss nicht notwendig Eigentum an den Produktionsmitteln haben, aber leitende Funktionen ausüben.

Nach dem Handelsrecht kann Unternehmer (in älteren, noch geltenden Vorschriften als Prinzipal bezeichnet) eine natürliche Person, eine Personengesellschaft oder eine juristische Person des privaten oder öffentlichen Rechts sein, die einen Gewerbebetrieb unterhält.

Fragen zum Text:

1. Wie sieht man die Unternehmung und den Betrieb an?

2. Was bedeutet der Begriff Unternehmung?

3. Was heißt Betrieb?

4. Was ist Firma?

5. Worauf beruht das eigentliche Wesen des Unternehmers?

6. Welche Funktionen kann der Unternehmer ausüben?

Text 11. ARTEN VON UNTERNEHMUNGEN

Die Unternehmung ist eine rechtlich und wirtschaftlich selbständige Einheit der Volkswirtschaft mit wirtschaftlicher Zielsetzung und einem eigenen finanziellen Gefüge.

Träger dieses Gebildes sind Unternehmer, die eine oder mehrere Personen sein können. Die Unternehmer setzen Kapital ein mit dem vorrangigen Ziel, Gewinne zu erzielen. Zwangsläufig ist damit auch das Verlustrisiko verbunden, etwa dann, wenn falsche unternehmerische Entscheidungen getroffen werden. In der Festlegung ihrer Pläne sind die Unternehmer autonom, das heißt insbesondere staatliche Stellen können ihnen dafür keine Vorschriften machen. Die Marktwirtschaft garantiert den Unternehmern das Privateigentum an den Produktionsmitteln.

Nach dem Träger des Eigentums unterscheiden sich

1) private oder erwerbswirtschaftliche Unternehmen, die von privaten Inhabern gegründet und nach dem Prinzip der Gewinnmaximierung betrieben werden, denn aus dem Gewinn bestreiten private Inhaber ihren Lebensunterhalt und erweitern ihre Unternehmen (und Betriebe) durch zusätzliche Investitionen;

2) öffentliche oder gemeinwirtschaftliche Unternehmen die von öffentlichem Gemeinwesen oder von der öffendichen Hand (Bund, Ländern oder Gemeinden) gegründet und nach dem Angemessenheitsprinzip betrieben werden, denn sie müssen zu angemessenen Preisen einen Bedarf an solchen Gütern und Dienstleistungen decken, die sozial notwendig, aber zu hohen Preisen produzierbar sind;

3) gemischt-wirtschaftliche Unternehmen, die der Staat oder eine öffentlich-rechtliche Einrichtung unter Beteiligung privaten Kapitals gründet und betreibt.

Grundlegend für die wirtschaftliche Tätigkeit der Unternehmen sind ihre Rechtsformen. Davon hängen solche Faktoren ab wie Gründung, Firma, Kapitalaufbringung, Haftung, Gewinnverteilung, Geschäftsführung, Vertretung, Auflösung und so weiter. Nach den Rechtsformen unterscheiden sich folgende Grundformen der Unternehmen:

1) Einzelunternehmung,

2) Gesellschaften; Personen-, Kapitalgesellschaften, besondere Gesellschaften,

3) Genossenschaften.

Gesellschaften und Genossenschaften werden auch als Körperschaften bezeichnet. Sie unterliegen einer besonderen Steuer der Körperschaftssteuer. Rechtlich geregelt sind auch Zusammenschlüsse von Unternehmen: Konsortium, Konzern, Trust und andere.

Öffentliche Unternehmen, oder Staatsunternehmen, oder Wirtschaftsbetriebe der öffentichen Hand haben: 1) öffentlich-rechtliche Formen: Unternehmen ohne eigene Rechtspersönlichkeit und Unternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit; 2) privatrechtliche Formen: vor allem Kapitalgesellschaften, aber auch Beteiligungen an Genossenschaften. Ausschlaggebend für die Marktwirtschaft sind Unternehmen der privatrechtlichen Formen.

Fragen zum Text:

1. Was für eine Einheit ist die Unternehmung?

2. Mit welchem Ziel setzen die Unternehmer Kapital ein?

3. Wie unterscheiden sich die Unternehmen nach dem Träger des Eigentums?

4. Was ist für die wirtschaftliche Tätigkeit der Unternehmen grundlegend?

5. Welche Grundformen der Unternehmen unterscheidet man nach den

Rechtsformen?

6. Was ist bei Gesellschaften und Genossenschaften wichtig?

Text 12. FIRMA

Die Firma, das heißt die Bezeichnung eines Untenehmens, besteht aus einem Firmenkern und einem Firmenzusatz, der auf den Geschäftszweig oder das Produkt hinweist. Folgende Arten von Firmierungen sind möglich:

Die Personenfirma enthält einen oder mehrere Personennamen, das heißt den oder die Namen des Unternehmers oder der Unternehmer

Die Sachfirma besteht aus dem Gegenstand der Unternehmung, das heißt sie nennt den Bereich, in dem das Unternehmen wirkt

Die gemischte Firma enthält Personennamen und den Gegenstand der Unternehmung.

Mit dem Namen eines Unternehmens ist sein Ruf verbunden. Deshalb gibt es bei der Auswahl eine Reihe von Grundsätzen zu beachten:

1. Firmenwahrheit: Der Name des Unternehmens muß mit dem bürgerlichen Namen des Unternehmers und mit dem Gegenstand des Unternemens übereinstimmen.

2. Firmenklarheit: Der Name der Unternehmung muss unmissverständlich sein. Der Zusatz darf keine Verhältnisse andeuten, die tatsächlich nicht bestehen.

3. Firmenausschließlichkeit/Firmenschutz: jede Firma darf von keinem anderen Unternehmen benutzt werden. Jedes neue Unternehmen muss sich vor Ort erkundigen, ob der geplante Name bereits existiert. Überregionale Unternehmungen müssen dafür sorgen, dass Verwechslungen mit anderen Firmen ausgeschlossen sind.

4. Firmenbestätigkeit: Wechselt der Inhaber eines Unternehmens, steht es dem neuen Egentümer frei, den alten Namen weiterzuführen. Der alte Eigentümer oder seine Erben müssen dem zustimmen. Die Firma kann auch einen neuen Zusatz bekommen, der das neue Verhältnis angibt, zum Beispiel, Hans Koch, Inhaber Jost Braun.

5. Firmenöffentlichkeit: Die Öffentlichkeit muss über den Namen des Unternehmens unterrichtet werden.

Fragen zum Text:

1. Worin besteht eine Firma?

2. Welche Arten von Firmierungen sind möglich?

3. Was ist bei der Auswahl des Namens eines Unternehmens zu beachten?

4. Was heißt Firmenausschließlichkeit?

5. Wie erklärt man die Begriffe Firmenbestätigkeit und Firmenöffentlichkeit?

Text 13. WIRTSCHAFTSGÜTER DES UNTERNEHMENS

Wirtschaftsgüter oder knappe Güter sind der Inhalt wirtschaftlichen Handelns. Sie sind, im Gegensatz zu freien Gütern, grundsätzlich nur in beschränktem Maße vorhanden. Die Knappheit der Güter ist durch ihr begrenztes Naturvorkommen verursacht, wie bei Rohöl, Kohle oder Schwermetallen. Die Tatsache, dass vielfältig notwendige Grundstoffe der Natur erst durch viel Mühe und Arbeit abgerungen werden müssen und dazu Arbeitskräfte und Arbeitsmittel eingesetzt werden müssen, die wiederum beschränkt sind ein weiterer Grund für diese Knappheit. Die Landwirtschaft gibt hierfür anschauliche Beispiele. Da also viele Güter knapp sind, ist der Mensch gezwungen zu wirtschaften und damit bei gegebenenen Mitteln einen möglichst hohen Output beziehungsweise eine hohe Ausbringung zu erlangen (Maximalprinzip des wirtschaftlichen Handelns) oder eine festgesetzte Leistung mit möglichst geringen Mitteln zu erreichen (Minimalprinzip des wirtschaftlichen Handelns).

Eine Einteilung von Wirtschaftsgütern kann nach verschiedenen Kriterien erfolgen:

1. Sachen Dienstleistungen Rechte. Beispiele für Rechte sind Patente oder Markenzeichen, die Dienstleistungen können von der Bereitstellung von Informationen über die Reparatur von Autos bis zur Gewährung eines Kredits reichen.

2. Produktionsgüter Konsunigüter. Während Konsumgüter direkt zur Befriedigung von menschlichen Bedürfnissen eingesetzt werden, (z. B. Lebensmittel), dienen Produktionsgüter zur Herstellung neuer Güter. Sie dienen der Befriedigung von Bedürfnissen nur indirekt (z. B. Werkzeuge).

3. Inputgüter Outputgüter. Während Inputgüter (auch Einsatzgüter) im wirtschaftlichen Produktionsprozess genutzt werden, um andere Güter zu erstellen, sind Outputgüter (auch Ausbringungsgüter) das Ergebnis eines Produktionsprozesses.

4. Verbrauchsgüter Gebrauchsgüter. Ob ein Wirtschaftsgut ein Verbrauchs- oder ein Gebrauchsgut ist, hängt davon ab, ob es bei seinem Einsatz nur einmal verwendet werden kann und dabei unter beziehungsweise in ein Produkt eingeht, so bei Rohmaterial, oder ob es wiederholt genutzt werden kann.

Fragen zum Text:

1. Was ist der Inhalt wirtschaftlichen Handelns?

2. Warum ist der Mensch gezwungen zu wirtschaften?

3. Was bedeuten die Begriffe das Maximal- und das Minimalprinzip des wirtschaftlichen Handelns?

4. Wie kann man Wirtschaftsgüter einteilen?

5. Wie unterscheidet man zwischen Verbrauchs- und Gebrauchsgütern?

Text 14. UNTERNEHMENSSTRATEGIEN

Die Existenz einer Unternehmung muss durch erfolgreiches Handeln langfristig gesichert werden. Zukünftiges Handeln und Denken in der Unternehmung muss, unter Berücksichtigung der immer dynamischeren Veränderungen des Umfeldes, ziel- und zukunftsorientiert sein. Man spricht von strategischem Management. Ein Unternehmen kann im marktwirtschaftlichen System nur überleben, wenn es wirtschaftlich erfolgreich ist. Aufgabe des strategischen Managements ist es, die strategischen Erfolgspositionen, insbesondere im Vergleich zur Konkurrenz, zu erkennen und zu nutzen.

Die Basis einer strategischen Planung ist die Analyse der Ausgangslage. Gegenstand dieser Analyse ist zum einen die Umwelt der Unternehmung, zum anderen die Unternehmung selbst. Die Frage nach den Stärken und Schwächen der Unternehmung steht im Mittelpunkt.

Für die Analyse stehen folgende Instrumente zur Verfügung:

1) Wettbewerbsanalyse. Es gibt fünf wesentliche Einflussfaktoren, die sich auf den Branchenwettbewerb auswirken, das sind: die Gefahr des Markteintritts neuer Wettbewerber, die Rivalität unter den bestehenden Wettbewerbern, Druck durch Substitutionsprodukte, Verhandlungsstärke der Abnehmer, Verhandlungsstärke der Lieferanten. Für die Unternehmen ist es wichtig, diese Faktoren zu kennen und die entsprechenden Strategien zu wählen.

2) PIMS-Modell (vom Englischen Profit Impact of Market Strategy). Das PIMS-Modell wurde 1960 von der Harvard Business School entwickelt. Eine der Strategien, die durch P1MS bestätigt wurden, ist, dass kapitalintensive Unternehmen hohe Marktanteile anstreben sollen, um einen hohen Return-on-Investment zu erzeugen.

3) Portfolioanalyse. Sie ist ein klassisches Instrument der strategischen Planung. Eine Portfoliomatrix ist immer nach folgendem Schema aufgebaut: Auf einer Achse werden Unternehmensaspekte dargestellt, auf der zweiten Umweltaspekte. Dadurch sollen die mit bestimmten Strategien verbundenen Chancen und Risiken erkannt werden.

Fragen zum Text:

1. Wodurch kann die Existenz einer Unternehmung gesichert werden?

2. Was ist die Aufgabe des strategischen Managements?

3. Was ist bei der Analyse der Ausgangslage besonders wichtig?

4. Welche Instrumente dieser Analyse stehen zur Verfügung?

5. Was versteht man unter dem PIMS-Modell?

Text 15. AUS- UND WEITERBILDUNG VON FÜHRUNGSKRÄFTEN

ALS AUFGABE DER UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Aus- und Weiterbildung von Führungskräften ist gezielte Förderung und Vorbereitung des Managementnachwuchses einer Unternehmung auf die zukünftigen Führungsaufgaben.

Dieser Teil der Personalentwicklung gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Unternehmen, denn im Zeitalter der Informationsverarbeitung ist die Geschwindigkeit, mit der einmal erworbenes Wissen veraltet, immens. Die kontinuierliche Förderung und Weiterbildung der Führungskräfte und der künftigen Führungskräfte ist Voraussetzung dafür, dass Unternehmen auf dem Markt bestehen können. Insbesondere für international agierende Unternehmen ist es, gerade im Hinblick auf die zunehmende Globalisierung des Wettbewerbes, eine Überlebensvoraussetzung, die Fähigkeiten ihres Managements international auszurichten.

Zielausrichtung der Aus- und Weiterbildung von Führungskräften ist also in erster Linie die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Führungskräfte und damit der Produktivität des Unternehmens. Darüber hinaus erreichen die Unternehmen mit einer guten Führungskräfteförderung eine gewisse Unabhängigkeit vom Arbeitsmarkt. Zum Teil können Mitarbeiter mit den erforderlichen Profilen gar nicht über den externen Arbeitsmarkt beschafft werden, da die notwendigen Qualifikationen nicht über die allgemeinen Ausbildungsmöglichkeiten geschaffen werden. Je höher die Qualifikation des Managements, desto größer werden auch die Chancen des Unternehmens, sich positiv von der Konkurrenz abzuheben.

Aus der Sicht der Mitarbeiter bieten gezielte Fördermaßnahmen der Unternehmung Möglichkeiten in Hinblick auf das persönliche berufliche Weiterkommen (individuelle Laufbahnplanung) unter Berücksichtigung individueller beruflicher Ziele. Neben den Möglichkeiten der persönlichen Entfaltung für den Einzelnen spielt hier auch die Außenwirkung und das damit verbundene positive Image und die Anerkennung eine nicht zu vernachlässigende Rolle.

Fragen zum Text:

1. Warum gewinnen die Aus- und Weiterbildung von Führungskräften an Bedeutung?

2. Was ist die wichtigste Zielausrichtung der Aus- und Weiterbildung von Führungskräften?

3. Wie können die Unternehmen eine gewisse Unabhängigkeit vom Arbeitsmarkt erreichen?

4. Was bietet Möglichkeiten für das persönliche berufliche Weiterkommen?

5. Was ist neben den Möglichkeiten der persönlichen Entfaltung auch von großer Bedeutung?

Text 16. ZIELE DER AUS- UND WEITERBILDUNG VON FÜHRUNGSKRÄFTEN

1. Steigerung der Leistungsfähigkeit der Arbeitskräfte und damit Steigerung der Produktivität der Unternehmung.

2. Erreichung einer Unabhängigkeit vom externen Arbeitsmarkt.

3. Erzielung von Wettbewerbsvorteilen gegenüber der Konkurrenz.

4. Die Personalentwicklung ist ein Teil des Anreizsystems der Unternehmung mit dem Ziel der Mitarbeitermotivation.

5. Für den Mitarbeiter können persönliche Ziele, wie berufliche Weiterentwicklung und Anerkennung, realisiert werden.

Grundlage gezielter Fördermaßnahmen ist ein eindeutig definiertes Anforderungsprofil. Die Wissenschaft indes stellt bisher keine allgemein gültigen, eindeutig definierten Anforderungen für Führungskräfte zur Verfügung. Um die Frage zu beantworten, worauf betriebliche Fördermaßnahmen für Manager ausgerichtet sein sollen, gibt es die Forderung nach deren Handlungsorientiertheit. Diese umfasst:

1. Fachliche Kompetenz: Die Führungskraft muss das notwendige Fachwissen über den Leistungserstellungs- und -verwertungsprozess, das wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Umfeld sowie Handlungstechniken und Führungsinstrumente besitzen.

2. Methodische Kompetenz: Die Führungskraft muss in der Lage sein, analytisch, logisch, zusammenhängend, kreativ und kritisch zu denken und handeln.

3. Soziale Kompetenz: Zur sozialen Kompetenz zählen unter anderem Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Teamarbeit, Coaching-Fähigkeiten, soziale Sensibilität und Selbstkontrolle.

Eine gute Führungskraft muss darüber hinaus schnell aufnehmen und selbstständig und flexibel auf ökonomische, soziale, technologische, ökologische oder sonstige Veränderungen reagieren können.

Fragen zum Text:

1. Welche Ziele haben die Aus- und Weiterbildung von Führungskräften?

2. Was ist die Grundlage gezielter Fördermaßnahmen?

3. Was umfasst die Forderung nach der Handlungsorientiertheit der Manager?

4. Welche Eigenschaften zählt man zur sozialen Kompetenz?

Text 17. DER PERSONALBEDARF DER UNTERNEHMUNG

An erster Stelle der Personalplanung steht die Ermittlung des Personalbedarfs der Unternehmung. Damit die betriebliche Gesamtaufgabe erfüllt werden kann, muss bestimmt werden, welche personellen Kapazitäten notwendig sind. Ein Überangebot an Arbeitskräften hat bei einer Fehlplanung ebenso negative Folgen für die Unternehmung wie eine personelle Unterdeckung.

Aufgabe der Personalbedarfsermittlung ist es, Folgendes festzustellen:

a) wie viele Mitarbeiter (quantitativ);

b) mit welchen Qualifikationen (qualitativ);

c) zu welchem Zeitpunkt und für welche Dauer (zeitlich);

d) an welchem Ort (örtlich).

Diese Tatsachen sind zur Erstellung des betrieblichen Leistungsangebotes des Unternehmens benötigt.

Bei der Ermittlung des Personalbedarfs unterscheidet man zwischen Brutto- und Nettopersonalbedarf. Während der Bruttopesonalbedarf den gesamten Personalbedarf zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellt, versteht man unter dem Nettopersonalbedarf die Zahl der Mitarbeiter, die zusätzlich zum bereits vorhandenen Personal benötigt werden. Der individuelle Nettopersonalbedarf der Unternehmung ist, unter Berücksichtigung der Personalzugänge und -abgänge, von einer Reihe unternehmensinterner und externer Einflussfaktoren abhängig. Beispielhaft zu nennen sind als externe Einflussfaktoren: Bevölkerungsentwicklung, konjunkturelle Entwicklungen, Arbeitsmarktsituation, technologischer Fortschritt und gesetzliche Rahmenbedingungen. Unternehrnensinterne Einflussfaktoren sind unter anderem: Produktions- und Leistungsprogramm, Unternehmenspolitik, Organisationsstruktur, Umsatz und Personalstruktur.

Wie stark sich die jeweiligen Aspekte auf den Personalbedarf auswirken, hängt von der jeweils besonderen Situation der Unternehmung ab.

Fragen zum Text:

1. Was steht an erster Stelle der Personalplanung und warum?

2. Was gehört zu den Aufgaben der Personalbedarfsermittlung?

3. Was unterscheidet man bei der Ermittlung des Personalbedarfs?

4. Was versteht man unter dem Bruttopesonalbedarf und Nettopersonalbedarf?

5. Wovon hängt der individuelle Nettopersonalbedarf ab?

Abteil II

Text 18. MANAGEMENT

Eine einheitliche Definition des Begriffes Management existiert nicht. Gegenüber den im deutschsprachigen Raum sehr häufig verwendeten Begriffen wie
Unternehmungsführung oder Unternehmensleitung ist jedoch der aus dem
anglo-amerikanischen Sprachgebrauch stammende Begriff Management umfassender. Der Begriff Management, den man als die Leitung von Organisationen ansieht, wird aber in einem zweifachen Sinn verwendet:

Management als Institution

Management als Funktion.
Management als Institution ist der Personenkreis, der sich mit der Leitung
einer Institution befasst, und zwar vom Präsidenten (Generaldirektor) bis
zum Meister. Anders gesagt: Als Manager bezeichnet man nur die obersten und oberen Führungskräfte der Unternehmen. Innerhalb dieser Personengruppe unterscheidet man:

Top-Management (obere Leitungsebene),

Middle Management (mittlere Leitungsebene),

Lower Management (untere Leitungsebene).

Management als Funktion ist die Gesamtheit aller Aufgaben, die der Manager als Führungskraft bzw. als Vorgesetzter ausübt. Management ist damit wesentlich mehr als Verwaltung. Nach modernen Auffassungen kann die Leitung des täglichen Betriebs- und Geschäftsablaufes dem mittleren Management überlassen werden. Man soll zwischen dem oberen und mittleren Management die Arbeit teilen, dann werden die obersten Führungskräfte etwas entlastet, was zur erheblichen Erhöhung der Produktivität führen kann. Die Management-Funktion kann von den Vorgesetzten an jeweils ihnen unterstellte Verantwortliche übertragen werden. Die Aufgaben des Managements werden dabei in zwei Schwerpunkten gesehen:

Leitung, d. h. sach-rationale Aufgaben wie Setzen von Zielen, Planen, Kontrollieren;

Führung, d. h. sozio-emotionale Aufgaben wie Delegieren, Motivieren u. a.

Zusammenfassend kann man sagen: Management ist der Personenkreis, der mit Leitungs- und Führungsaufgaben des Unternehmens befasst ist. Management bezeichnet gleichzeitig die Funktionen eines Vorgesetzen, die sich in Leitungs- und Führungsfunktionen unterscheiden lassen. Weitere wichtige Gebiete des modernen Managements sind die Pflege der Beziehungen zwischen Betrieben und wichtigen Organisationen und der Beziehungen des Unternehmens zu seiner Umwelt.

Unabhängig davon, ob die sachorientierte oder mitarbeiterorientierte Perspektive dominiert, lassen sich einige charakteristische Grundzüge bestimmen, die den Inhalt und die Bedeutung von Management erklären. Sie sind für das Managementkonzept ausschlaggebend.

Management will Menschen durch

Systeme und Prozesse,

Analyse und Problemlösung,

Entscheidungsfindung und Entscheidungsdurchsetzung,

Kommunikation und Interaktion

so führen und so motivieren, dass dadurch zielbestimmtes, planvolles, organisiertes und kontrolliertes Handeln im Unternehmen erreicht wird.

Fragen zum Text:

1. Wie wird der Begriff Management gebraucht?

2. Was bedeutet Management als Institution?

3. Was bedeutet Management als Funktion?

4. Wie werden die Aufgaben des Managements gesehen?

5. Was ist für das Managementkonzept ausschlaggebend?

Text 19. DER ANWENDUNGSBEREICH DES MARKETINGS

Der Begriff Marketing ist nach dem Ersten Weltkrieg in den USA entstanden und hat sich Ende der 50-er Jahre auch in Europa durchgesetzt. Ein völlig entsprechender deutscher Terminus existiert nicht. Durch das Marketing soll dem wirtschaftlichen Wandel von Verkäufermärkten (Knappheitswirtschaft mit Nachfrageüberhang) zu Käufermärkten Rechnung getragen werden.

Der Anwendungsbereich des Marketings hat sich in vier Richtungen ausgeweitet:

1) Nach Beginn im Konsumgütersektor ( Konsumgüter-Marketing) wird Marketing zunehmend auch für Investitionsgüter. (z. B. Industrieanlagen, Maschinen; Investitionsgüter- Marketing) und Dienstleistungen (vor allem in den Bereichen Handel, Banken, Versicherungsunternehmen, Tourismus) angewendet (Dienst-leistungs-Marketing);

2) neben dem Absatz-Marketing tritt immer stärker auch die Anwendung des Marketing-Gedankens auf Beschaffungsmärkte für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Anlagen, Finanzmittel (Beschaffungs-Marketing) einschliesslich des Arbeitsmarktes ( Personal-Marketing);

3) die Berücksichtigung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit erfordert neben den auf Märkte gerichteten Marketing-Konzepten ein internationales Marketing (multinationales Marketing), das über die Organisation der Ausfuhr (Export-Marketing) hinausgeht und z. B. auch die Erschliessung und Bearbeitung der Auslandsmärkte durch Direktinvestitionen umfasst;

4) ein weiterer Anwendungsbereich für das Marketing über das auf Gewinnerzielung gerichtete kommerzielle Marketing hinaus liegt bei den nichtkommerziellen Institutionen. Unter der Beziehung Social-Marketing wird der Einsatz von Marketing-Techniken für immaterielle Güter, soziale Einrichtungen, öffentliche Güter verstanden; es wird zunehmend von offentlicher Verwaltung, politischen Parteien, Bildungseinrichtungen, Theatern, Museen, Glaubensgemeinschaften, politischen (z. B. Gewerkschaften, Umweltschutz-, Verbraucherverbünde), wirtschaftlichen (z. B. Industrie- und Handelskammern), sozialen (z. B. Rettungsdienste, freie Wohlfahrtspflege) und sonstigen (z. B. Sport-, Jugend-, Frauenverbünde) Organisationen zur Verbreitung ihrer Ideen und Dienstleistungen angewendet.

Fragen zum Text:

1. Was versteht man unter dem Begriff Marketing?

2. Was ist der Anwendungsbereich des Marketings?

3. Wie wird Marketing im Konsumgütersektor angewendet?

4. Was wird unter der Beziehung Social-Marketing verstanden?

Text 20. DIE VERTRIEBSKANÄLE

Vertriebsformen lassen sich außerdem in mehrstufige Kanäle unterteilen. Technische Entwicklungen, insbesondere die Informationstechnologie, haben das Spektrum der Vertriebskanäle in den letzten stark erweitert. Hier ist die Auswahl von johren einigen Vertriebskanälen:

Fremde Einzelhandelsgeschäfte: Produkte werden über den Einzelhandel mit gutem Zugang zu den potentiellen Kunden verkauft. Wichtig ist, einen guten Platz im Verkaufsregal zu bekommen, den natürlich auch die Konkurrenz begehrt und der deshalb entsprechend teuer ist; zudem muss das Produkt dem Einzelhandel einen guten Gewinn ermöglichen, damit er es überhaupt ins Sortiment aufnimmt.

Externe Agenten: Spezialisierte Firmen vertreiben als Agenten die Produkte verschiedener Hersteller; sie übernehmen die Funktion des eigenen Verkäufers. Externe Agenten kosten relativ viel, allerdings nur bei erfolgreichem Verkauf. Wenn sie nicht verkaufen, fallen auch keine Kommissionen an. Das macht diesen Kanal für neue Firmen attraktiv, da das Risiko begrenzt wird. Gute Agenten sind allerdings nicht immer einfach zu finden.

Franchising: Eine Geschäftsidee wird von so genannten Franchisenehmern gegen eine Lizenzgebühr selbständig umgesetzt, wobei der Franchisesegeber die Geschäftspolitik weiter bestimmt (ein bekanntes Beispiel ist McDonald's). Franchising ermöglicht rasches geographisches Wachstum und gleichzeitig Kontrolle über das Vertriebskonzept ohne große eigene Investitionen.

Großhandel: Für eine kleine Firma kann es schwierig sein, Kontakt mit einer großen Zahl von Einzelhändlern zu pflegen. Ein Großhändler, der über gute Kontakte zum Einzelhandel verfügt, kann diese Funktion übernehmen. Er kann dazu beitragen, die Marktdurchdringung zu erhöhen und gleichzeitig die Vertriebskosten zu senken.

Internet: Marketing auf dem Internet ist ein relativ neuer Kanal. Mit minimalen Kosten ist grundsätzlich ein weltweiter Markt erreichbar; noch wird das Internet nur von gewissen Kundengruppen genutzt, auch wenn die Zahl ständig zunimmt.

Fragen zum Text:

1. Welche Vertriebskanälen kann man gebrauchen?

2. Was machen externe Agenten?

3. Was heißt Franchising?

4. Welche Funktion übernimmt ein Großhändler?

5. Was ist Marketing auf dem Internet?

Text 21. WARENPRODUKTION. WARE. GEBRAUCHSWERT. WERT

Den Begriff ,,Warenproduktion finden wir oft im Wirtschaftsteil der Zeitungen. Was steht aber hinter diesem Wort? Warenproduktion im politökonomischen Sinne bedeutet: die gesellschaftliche Produktion ist so gestaltet, dass die Arbeitsprodukte der Menschen bei den gegenseitigen Beziehungen der Produzenten und im gesamten gesellschaftlichen Reproduktionsprozess als Waren ausgetauscht werden. Das wiederum ist es möglich, wenn gesellschaftliche Arbeitsteilung und Privateigentum an den Produktionsmitteln existiert. Die Warenproduktion ist also an historische Existenzbedingungen angeknüpft. Diese sind in allen Gesellschaftsordnungen, von der Sklaverei bis zu den gegenwärtigen Gesellschaften, vorhanden.

Unter welchen Bedingungen entstand die Warenproduktion? Nachdem die Urgemeinschaft zerfallen war, bildete sich die einfache Warenproduktion heraus. In der Gesellschaft kam es zu einer Arbeitsteilung, und Produktionsmittel wurden Privatbesitz. Die Produktivkräfte (darunter verstehen wir die Gesamtheit der subjektiven und gegenständlichen Faktoren des Produktionsprozesses, die Fähigkeiten der Menschen, ihre Arbeitsmittel und Arbeitsgegenstände) hatten eine solche Ebene erreicht, dass die Menschen erstmals in ihrer Geschichte mehr Produkte herstellen konnten, als sie zu ihrer Reproduktion zur Erhaltung ihres Lebens brauchten.

Die Menschen produzierten nicht nur das notwendige Produkt, sondern auch ein Mehrprodukt (das Mehrprodukt ermöglicht dem Produzenten, seine Produktionsmittel zu vergrößern und immer mehr Produkte herzustellen). Es wurde zum Ausgangspunkt für den Übergang in höhere Gesellschaftsformationen. Mit der Zeit wird ein Warenaustausch für den Produzenten lebensnotwendig, das führt zur Ausdehnung des Marktes. Die Produktion auf immer höherer Ebene führt schließlich über einen historisch sehr langen Zeitraum zur gegenwärtigen Produktionsweise.

Eine Ware ist ein Produkt menschlicher Arbeit, das menschliche Bedürfnisse befriedigt und für den Austausch hergestellt wird. Um menschliche Wünsche besser zu verwirklichen, muss das Warensortiment ständig wachsen. Heute werden Hunderte mehr Waren als vor zehn und zwanzig Jahren benötigt. Es werden z. B. ein umfangreicheres Lebens- und Genussmittelsortiment verbraucht, mehr technische Konsumgüter benutzt, öfter Möbel gekauft usw. Demnach wächst auch die Warenproduktion auf bestimmten Gebieten besonders schnell. Der Warenaustausch zwischen den Produzenten bzw. den Produzenten und Konsumenten wird über den Verkauf und Kauf der Waren gestaltet, damit diese in die individuelle und produktive Konsumtion kommen.

Wie wird der Wert der Ware bestimmt? Zuerst müssen wir feststellen, dass eine Ware nicht nur einen Wert besitzt, sondern auch einen Gebrauchswert. Als Gebrauchswert ist sie ein nützlicher Gegenstand (z. B. Brot, Hose oder Werkzeugmaschine) und befriedigt menschliche Bedürfnisse. Als Wert bedeutet sie die gesellschaftliche Arbeit des Warenproduzenten. Dieser Doppelcharakter der Ware entspricht dem Doppelcharakter der Arbeit: zum einen stellt die Arbeit Gebrauchswerte wie Brot, Hose oder Werkzeugmaschinen her und wird als konkrete Arbeit bezeichnet, zum anderen macht sie Wert und heißt somit abstrakte Arbeit. Gerade von der abstrakten Arbeit, genauer von der in ihr enthaltenen Arbeitszeit, wird der Wert einer Ware bestimmt.

Fragen zum Text:

1. Was steht aber hinter dem Begriff ,,Warenproduktion?

2. Unter welchen Bedingungen entstand die Warenproduktion?

3. Wozu produziert man das Mehrprodukt?

4. Was ist eine Ware?

5. Worin besteht der Doppelcharakter der Ware?

Text 22. PREISPOLITIK

Im Rahmen der Preispolitik werden die Verkaufspreise eines Produktes oder einer Dienstleistung ebenso festgelegt wie mögliche Preisunter- und -obergrenzen, Preisnachlässe oder Sonderangebote.

Der Preis für ein Gut kann auf der Grundlage der Kostenrechnung der Unternehmung und der Ergebnisse der Marktforschung festgelegt werden.

Eine Preisobergrenze ergibt sich in Abhängigkeit der Konkurrenzpreise sowie der Höhe des Preises, die ein potenzieller Kunde maximal zu zahlen bereit ist. Die Preisuntergrenze ist so anzusetzen, dass die Preise die anfallenden Kosten langfristig decken und einen Gewinn erwirtschaften (siehe Deckungsbeitragsrechnung). Die Preisuntergrenze darf kurzfristig unterschritten werden, wenn das Produkt auf den Markt eingeführt oder ein neuer Markt erschlossen wird. Für zeitlich begrenzte Sonderaktionen, zum Beispiel Jubiläumsangebote, und zum Ausgleich konjunktureller Schwankungen darf ebenfalls eine kurzfristige Unterschreitung erfolgen. Der Einsatz dieser preispolitischen Maßnahme muss aber sorgfältig abgewogen sein.

Es gibt verschiedene Anlässe, den Preis eines Gutes festzusetzen. Der Preis muss bestimmt werden, wenn ein Produkt zum ersten Mal angeboten wird, und er muss jedes Mal überdacht werden, wenn ein neuer Markt erschlossen wird. Veränderungen auf dem Markt, beispielsweise initiiert durch Preisänderungen der Konkurrenz oder Veränderungen des Nachfrageverhaltens, sind ebenfalls Anlässe, zu denen ein Produktpreis angepasst werden muss. Und nicht zuletzt muss die Veränderung der Kostenstruktur einer Unternehmung, veranlasst durch veränderte Rohstoffkosten oder gestiegene Personalkosten, in die Preispolitik der Unternehmung eingehen.

Die kostenorientierte Preisfindung erfolgt auf der Basis der eindeutigen Daten aus der Kostenrechnung. Der Preis errechnet sich aus den Herstellungskosten, ergänzt um die Gemeinkosten von Vertrieb und Verwaltung sowie einen Gewinnzuschlag.

Fragen zum Text:

1. Wie wird der Preis für ein Gut festgelegt?

2. Wovon hängen Preisunter- und -obergrenzen ab?

3. Wie muss der Preis bestimmt werden?

4. Worauf erfolgt die kostenorientierte Preisfindung?

Text 23. KAUFVERTRÄGE

Ein Kaufvertrag kommt durch Antrag (Angebot) und Annahme (Bestellung/Auftrag/Order) zustande. Der Antrag zum Abschluss eines Kaufvertrages kann sowohl vom Verkäufer als auch vom Käufer gemacht werden, und somit kann die Annahme durch den Käufer wie auch durch den Verkäufer erfolgen.

Wird von einer Partei ein Antrag abgelehnt oder ohne Einverständnis der anderen Partei geändert, so kommt kein Kaufvertrag zustande.

Wenn es zwischen dem Antragenden und dem Annehmenden zum Vertragsabschluss kommt, müssen beide Parteien die durch den Abschluss eingegangenen Verpflichtungen erfüllen.

Der Verkäufer erfüllt seine Verpflichtung, indem er den Besitz und das Eigentum an dem Vertragsgegenstand vereinbarungsgemäß auf den Käufer überträgt und die dafür geleistete Zahlung entgegennimmt; und der Käufer erfüllt seine Verpflichtung, indem er den Vertragsgegenstand vereinbarungsgemäß annimmt und die entsprechende Zahlung leistet.

Kaufverträge sollen alle Bestandteile enthalten, die notwendig sind, um die Verpflichtungen der Vertragsparteien zweifelsfrei zu beschreiben.

Der Leser, der einen Kaufvertrag mit erheblichen finanziellen Auswirkungen zu formulieren hat, sollte sich über die Informationen hinaus, die er hier erhält, im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) und im Handelsgesetzbuch (HGB) über die Rechtslage informieren und sich betriebswirtschaftlicher Literatur als Ergänzung bedienen.

Fragen zum Text:

1. Wie kommt ein Kaufvertrag zustande?

2. Wie erfüllt der Verkäufer seine Verpflichtung?

3. Welche Bestandteile sollen Kaufverträge enthalten?

Text 24. PUBLIC RELATIONS

Der Begriff Public Relations kommt aus den USA. In Deutschland wurde der Begriff erstmals 1938 von Carl Hundhausen gebraucht. Allerdings begann erst nach dem Zweiten Weltkrieg die eigentliche Entwicklung der Public Relations in der Bundesrepublik. Das Wirtschaftswunder der fünfziger Jahre machte Public Relations für die Unternehmer notwendig und interessant. Public Relations wird gewöhnlich mit Öffentlichkeitsarbeit übersetzt. Bei Public Relations geht es darum, Verbindungen (Relations) von Unternehmen und Öffentlichkeit (Public) herzustellen.

Öffentlichkeitsarbeit ist heute ein wirksames Marketinginstrument. Es wird immer wichtiger, sich nach außen oder nach innen mit Produkten und Profil, Images und Idealen darzustellen, statt einfach nur Waren und Dienstleistungen anzubieten. Im Gegensatz zur Werbung ist Öffentlichkeitsarbeit kein einseitiger Vorgang, sondern gewissermaßen ein Prozess, an dem die Öffentlichkeit selbst beteiligt wird. Bei allen PR-Aktionen muss daher eine absolute öffentliche Glaubwürdigkeit gegeben sein. Außerdem geht es nicht darum, Erzeugnisse und Dienstleistungen zu verkaufen (Werbung), sondern Informationen über ein Unternehmen als Teil der Gesellschaft zu vermitteln.

Das Anliegen der Öffentlichkeitsarbeit ist es, das Vertrauen und Verständnis für das zu schaffen, was das Unternehmen tut. Die Voraussetzung dafür beginnt schon im eigenen Betrieb bei Mitarbeitern und setzt sich über die Kunden und Lieferanten fort. Ist diese Voraussetzung erfüllt, kann man auch die Medien in diesen Prozess der Vertrauensgewinnung und -herstellung einbinden. Dort, wo es kein Vertrauen mehr gibt, helfen auch die größten Bemühungen im Rahmen einer Öffentlichkeitsarbeit wenig. Ein geschädigtes Vertrauensverhältnis kann nur über Jahre hinweg mit den entsprechenden Änderungen im Betrieb oder bei den Produktionsformen wiederhergestellt und damit das Image intern und extern verbessert werden. Die Chemieindustrie ist dafür ein gutes Beispiel: Nach einem Chemieunfall ist es sehr schwierig für ein Unternehmen, wieder zu einem guten Image zu kommen.

Öffentlichkeitsarbeit kann intern und extern gestaltet sein. Bei der internen Gestaltung werden die Mitarbeiter eines Unternehmens z. B. mittels Hauszeitschriften, Betriebsfeiern und anderen Kommunikationsformen angesprochen. Sie sollen dadurch Vertrauen in den eigenen Betrieb haben und somit motiviert werden.

Die externe Öffentlichkeitsarbeit gilt für das breite Publikum. Die Pressearbeit ist dafür ein klassisches Mittel: Durch Pressegespräche und Pressekonferenzen werden die Informationen nach außen gegeben. Ebenso gehören der Tag der offenen Tür, Betriebsbesichtigungen und Firmenjubiläen zu den Möglichkeiten der externen Öffentlichkeitsarbeit.

Eine zukunftsorientierte Form ist das Sponsoring. Die Unternehmen engagieren sich häufig im sozialen und kulturellen Bereich. Sie fördern Sportler und Künstler, unterstützen Wettbewerbe usw. In den letzten Jahren beschäftigen sich die Unternehmen nicht nur mit Sport- und Kultursponsoring, sondern auch mit Sozio- und Ökosponsoring. Meist gilt für das Sponsoring das Motto: Tue Gutes und rede darüber!

Fragen zum Text:

1. Was bedeutet der Begriff Public Relations?

2. Warum ist die Öffentlichkeitsarbeit heute ein wirksames Marketinginstrument?

3. Was ist das Anliegen der Öffentlichkeitsarbeit?

4. Wie kann die Öffentlichkeitsarbeit gestaltet sein?

5. Was ist eine zukunftsorientierte Form der Öffentlichkeitsarbeit?

Text 25 . WERBUNG ENTSCHEIDET ÜBER MARKTANTEILE

Die Werbung ist ein Hilfsmittel, mit dem Hersteller und Geschäfte versuchen, ihre Waren und Leistungen an den Menschen zu bringen. Werbung hat in erster Linie die Aufgabe zu informieren. Sie stellt dabei natürlich die Vorzüge des Produkts wortreich und bunt heraus. Schließlich will sie den Verbraucher ja dazu bewegen, die Ware zu kaufen. Nur muss sie bei der Wahrheit bleiben. Sie darf keine Eigenschaften versprechen, die das Produkt nicht hat. Wenn sich die Versprechungen im Reisekatalog nicht mit der Wirklichkeit decken, muss der Veranstalter mit Schadenersatzforderungen rechnen.

Produkte, die der Verbraucher als schlecht oder unnützlich empfindet, lassen sich auch mit der besten Werbung auf Dauer nicht verkaufen. Der Kunde fällt vielleicht einmal darauf herein, doch dann greift er nie wieder zu dieser Ware. In den meisten Fällen kann Werbung den Konsum nicht steigern. Den Verbrauch an Waschmitteln bestimmt die Menge der schmutzigen Wäsche. Nur wegen der schönen Werbung wird keine Hausfrau mehr waschen. Werbung hat eher die Aufgabe, über Marktanteile zu entscheiden, also über die Wahl zwischen dem Mittel X und der Marke Y. Steigender Absatz bei dem einen hat sinkenden Absatz bei dem anderen zur Folge.

Wer sich die Mühe macht, Preise zu vergleichen, wer kann oder geschickt verhandelt, der kann durch günstigen Kauf mehr aus seinem Geld machen. Neben den Fest- und Höchstpreisen gibt es eine weitere Kategorie, nämlich die Mindestpreise. Dazu wird der Preis der Arbeit gezählt, also die Löhne und Gehälter. Sie werden von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften ausgehandelt, meist für die Unternehmen eines Zweigs in einem bestimmten Bezirk. Die vereinbarten Tarife entsprechen dem Mindestverdienst, der von allen Firmen gezahlt werden muss, für die der Vertrag gilt. Je nach Angebot und Nachfrage können die effektiven Einkommen deutlich darüber liegen. In Ballungsgebieten wird durchweg mehr gezahlt als in einer entlegenen Ecke. Qualifizierte Fachkräfte, die überall begehrt sind, können mit höheren übertariflichen Leistungen rechnen als Hilfskräfte.

Fragen zum Text:

1. Was ist die Werbung?

2. Was für eine Aufgabe hat die Werbung?

3. Wie kann der Kunde mehr aus seinem Geld machen?

4. Was für Kategorien der Preise gibt es?

Text 26 . WETTBEWERB

Die wichtigste Grundlage einer Marktwirtschaft ist das Wettbewerbsprinzip. Es ist allerdings keine auf den ökonomischen Bereich beschränkte Erscheinung, sondern findet sich in zahlreichen Lebensbereichen.

Das Wettbewerbsergebnis soll darin bestehen, dass dem Fähigsten der größte Erfolg beschieden ist, während sich die übrigen Mitbewerber mit geringeren Erfolgen begnügen müssen. Im Idealfall ergibt sich dadurch eine Rangskala nach der Leistungsfähigkeit. Der Wettbewerb ist also ein allgemeines gesellschaftliches Verfahren der Auslese und der Motivation zur Steigerung der Leistung.

Der Wettbewerb ist ein Verfahren zur Ermittlung bestmöglicher Problemlösungen. Jeder Wettbewerb ist ein dynamischer Prozess, wobei das Ergebnis von vornherein unbekannt ist. Insofern ist der Wettbewerb auch ein Such- und Entdeckungsverfahren, das die optimale Verwertung all des Wissens einer Gesellschaft ermöglicht, das niemandem in seiner Gesamtheit gegeben und bekannt ist. Er gibt bislang unentdeckten Talenten, Verfahren, Verhaltensweisen usw. Chancen zur Durchsetzung und ist damit für eine sich entwickelnde Gesellschaft unerlässliche Voraussetzung für die Verbesserung der Lebensverhältnisse.

Für seine Wirksamkeit benötigt der ökonomische Wettbewerb die Freiheit der wirtschaftlichen Betätigung. Freiheit bedeutet, dass man Alternativen hat, sie kennt und tatsächlich ausnutzen darf und kann, sofern man dies will. Ohne Handlungsfreiheit in diesem Sinne wird es keinen Wettbewerb geben. Freiheit der wirtschaftlichen Entfaltung ist Voraussetzung des Wettbewerbs und zugleich eine Funktion des Wettbewerbs. Über die Sicherung der wirtschaftlichen Freiheitsrechte hinaus soll der Wettbewerb außerdem für die guten ökonomischen Marktergebnisse sorgen. Dies ist gegeben, wenn der Wettbewerb fünf Funktionen optimal erfüllt, die im Dienste wirtschaftspolitischer übergeordneter gesellschaftspolitischer Zielsetzungen stehen.

Ökonomische Funktionen des Wettbewerbs:

a) Verteilungsfunktion:

Der Wettbewerb soll die Einkommensverteilung nach dem Leistungsprinzip regeln. Derjenige, der die besten Leistungen an dem Markt erbringt, erhält den größten Gewinn bzw. das höchste Einkommen (z. B. Lohn).

b) Allokationsfunktion:

Der Wettbewerb soll sicherstellen, dass sich Produktion und Angebot von Gütern an den Bedürfnissen der Nachfrager ausrichten (Der Kunde ist König).

c) Lenkungsfunktion:

Der Wettbewerb soll die Produktionsfaktoren in ihre produktivste Verwendung lenken (höhere Löhne locken Arbeitskräfte in zukunftsträchtige Produktionszweige; hohe Gewinne locken Kapital in Wachstumsindustrien).

d) Anpassungsfunktion:

Der Wettbewerb soll gute Anpassung der Produktionsstruktur von Unternehmen, Zweigen und der ganzen Volkswirtschaft an Veränderungen der wirtschaftlichen Bedingungen herbeiführen (z. B. Abbau von überflüssig gewordenen Zweigen, Umstellung auf ökologisch günstigere Produktionsverfahren).

e) Anreizfunktion:

Der Wettbewerb soll Leistung belohnen und Anreize zur Durchsetzung wirtschaftlichster Produktionsmethoden geben, um Ressourcen zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse bestmöglichst auszunutzen.

Die drei ersten Funktionen werden auch als statistische Funktionen bezeichnet, weil sie im Idealfall zu jedem Zeitpunkt erfüllt sein sollen. Die beiden letzen dynamischen Funktionen betonen dagegen die Anpassung der Produktion und der Produktionsstrukturen an Veränderungen.

Die folgende Definition von Wettbewerb weist auf die wesentlichen Wettbewerbsmerkmale hin: der Wettbewerb ist das selbständige Streben sich gegenseitig beeinflussender Wirtschaftssubjekte nach bestmöglichen wirtschaftlichen Ergebnissen.

Wettbewerbsmerkmale:

a) Selbständigkeit der Wettbewerbshandlungen:

Selbständigkeit schließt z. B. Monopole (Alleinanbieter sowie Alleinnachfrager) und Kartelle aus, bei denen der Wettbewerb durch die vertragliche Regelung von Preisforderungen oder Mangelabsprachen ausgerichtet wird.

a) Sich gegenseitig beeinflussende Wirtschaftssubjekte:

Deutlich wird einerseits das Streben der Konkurrenten um das gleiche Ziel: Markterfolge. Dabei ist die Existenz eines Marktes Voraussetzung für den Wettbewerb.

b) Streben nach bestmöglichen wirtschaftlichen Ergebnissen:

Diese Formulierung lässt das konkrete Motiv, die unternehmerische Zielsetzung von Wettbewerbshandlungen, offen. Damit vereinbar sind also alle denkbaren unternehmerischen Zielsetzungen wie z. B. kurzfristige Gewinnmaximierung, Existenzsicherung oder Umsatzmaximierung.

Wirksamer Wettbewerb, der durch Leistungssteigerung zum Nutzen der Anbieter und zugleich auch der Nachfrager (Verbraucher) beitragen soll, bedarf demzufolge gewisser Spielregeln. Diese Regeln sollen verhindern, dass sowohl Mitkonkurrenten als auch Verbraucher übervorteilt, diese also in ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Freiheit beschnitten werden. Ein Zuviel an Wettbewerb ist bei Nichteinhaltung von Fairneß-Regeln (z. B. Vertragstreue, Beachtung gesetzlicher Vorschriften) gegeben; es ist ruinöser Wettbewerb. Er ist ebenso abzulehnen wie der Mangel an Wettbewerb, der durch Umgehung der Wettbewerbsregeln verwirklicht wird (Absprachen, Kartelle).

Fragen zum Text:

1. Worin soll der Wettbewerbsergebnis bestehen?

2. Was für ein Prozess ist der Wettbewerb?

3. Was benötigt der ökonomische Wettbewerb für seine Wirksamkeit?

4. Was für ökonomische Funktionen hat der Wettbewerb?

5. Welche Funktionen des Wettbewerbs bezeichnet man als statistische?

6. Wie definiert man den Wettbewerb?

7. Was gehört zu den Wettbewerbsmerkmalen?

8. Welche Spielregeln bedarf ein wirksamer Wettbewerb?

Text 27. MESSEN IN DEUTSCHLAND

Die seit Jahren anhaltende gute Messekonjunktur in der Bundesrepublik Deutschland hält weiterhin unvermindert an. Der Veranstaltungskalender des Ausstellungs- und Messeausschusses der Deutschen Wirtschaft (AUMA) in Köln nennt etwa 100 Messen und Ausstellungen von überregionaler Bedeutung.

Ein stark wachsender Bedarf an Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in der Industrtie kam den jeweiligen Branchenmessen in besonderem Maße zugute. Dazu kam, dass eine Reihe großer Investitionsgütermessen mit langem Turnus zusammentrafen. Der Anteil der Konsumgütermessen liegt seit Jahren je nach Zusammensetzung des Messeprogramms bei 45 55%.

Insgesamt stieg die Zahl der Aussteller auf den überregionalen Messen des letzten Jahres um 9,5% auf 109 380. Die hohe Zahl der ausländischen Aussteller, bei denen eine Steigerung um 16,3% auf 47 711 zu verzeichnen war, ist ein Indiz für die internationale Spitzenposition der deutschen Messen. Die vermietete Fläche wuchs um 12,5% auf 5 268 062 m2 . Die Zahl der Besucher erreichte knapp 10 Mio. (+27,1%). 1,5 Mio. Interessenten reisten aus dem Ausland an, davon etwa die Hälfte aus Ländern der EU.

Zu den wichtigsten Messestädten zählen Hannover (456 940 m2 Hallenkapazität), Frankfurt (263 003 m2 ), Köln (230 000 m2 ), Düsseldoft (174 626 m2 ) und München (105 000 m2 ). Auf diese fünf Städte entfallen mehr als 80% der Veranstaltungen. Und hier sind auch die bedeutendsten Ausstellungen angesiedelt, z. B. die Industriemesse, die größte Investitions- und Gebrauchsgüterschau der Welt (Hannover), die Buchmesse (Frankfurt), die Allgemeine Nahrungs- und Genussmittel-Ausstellung (ANUGA, Köln), die Internationale Messe Druck und Papier (DRUPA, Düsseldorf) oder die Internationale Baumaschinen-Messe (BAUMA, München).

Eine nicht zu unterschätzende Rolle als Messestadt wird aller Voraussicht nach Leipzig übernehmen. Bis zum Zweiten Weltkrieg war Leipzig der führende deutsche und zugleich ein überragender internationaler Messeplatz. Mit der Vereinigung Deutschlands hat die Stadt die Chance, sich diesem Rang wieder anzunähern.

Zunehmendes Interesse wurde in den letzten Jahren besonders für den Bereich der Informätions- und Kommunikationstechnik gezeigt. So bietet Hannover beispielsweise eine eigene Veranstaltung zu diesem Fachgebiet an (CeBIT Welt-Centrum der Büro-, Informations- und Telekommunikationstechnik).

Das EU Thema hat zahlreiche messepolitische Diskussionen der letzten Jahre beherrscht. Aus diesem Grunde hat der AUMA beim Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in München eine Studie zur Entwicklung des europäischen Messewesens, insbesondere des Messeplatzes Deutschland bis zum Jahr 2000, unter besonderer Berücksichtigung des EU-Binnenmarktes in Auftrag gegeben. Die Vereinheitlichung des europäischen Marktes ist für die deutsche Wirtschaft von großer Bedeutung, schließlich wickelt sie die Hälfte ihres Außenhandels mit Ländern der EU ab. Aber die Multinationalität der deutschen Messen bietet auch für Unternehmen außerhalb der EU günstige Voraussetzungen, um den EU-Markt zentral zu erschließen. Diese Präsentations- und Informationsmöglichkeiten werden seit der Öffnung Osteuropas sicherlich verstärkt von diesen Ländern wahrgenommen.

Insgesamt gesehen ist in den nächsten Jahren von einem stärkeren Wettbewerb der europäischen Messen und Messeplätze untereinander auszugehen. Eine erneut aufkeimende Entwicklung zu kleinen Messen mit enger Zielgruppendefinition dürfte sich daraus nicht ergeben. Die bisherigen Zahlen belegen vielmehr, dass das Vertrauen der Wirtschaft in umfassende Branchenmessen weiterhin ungebrochen bleibt.

Fragen zum Text:

1. Was können Sie von der Messekonjunktur in der Bundesrepublik Deutschland sagen?

2. Welche Städte gehören zu den wichtigsten Messestädten?

3. Welche Rolle spielt Leipzig als Messestadt?

4. Wie steht es mit dem EU Thema bei messepolitischen Diskussionen?

5. Sind die deutschen Messen multinatinal? Was meinen Sie dazu?

Text 28. DER WANDEL DER MESSESZENE

Die Mehrzahl der bundesdeutschen Messen ist für den Normalbürger nicht zugänglich und nur Fachleuten vorbehalten. Aus diesem Grund vollzog sich in den vergangenen Jahren auch ein tiefgreifender Wandel in der Messeszene, zunächst unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit. Die Besucher der Berliner Funkausstellung beispielsweise wollen vornehmlich Neuheiten sehen. Sie glauben noch an das alte Prinzip der Mustermesse, auf der einzelne Produkte die Leistungskraft der ausstellenden Firmen demonstrieren und zugleich Einkäufer des Handels anlocken sollen. Dieser Aspekt rückt zunehmend in den Hintergrund. Kunden lassen sich ebenso durch Werbung ansprechen, und Fachleute können sich im Zeitalter von Video-Konferenzen und Telefax schneller und bequemer von ihrem Schreibtisch aus über Marktangebote informieren. Wozu also noch Messen? Als Kommunikationszentren Messen zählen zum Marketing, jenem Bündel von Massnahmen, das alle Absatzbemühungen von der Werbung bis zur Preisgestaltung umfasst. Messen orientieren sich deshalb zuerst am Markt. Aber wie sehen diese Märkte aus?

Wachsende Märkte erfordern gute Produkte und eine möglichst rationelle Produktion. Der Absatz ist bei wachsender Nachfrage garantiert. Doch diese Märkte sind selten geworden, stagnierende Märkte sind daher die Folge. Überleben können auf solchen Märkten in der Regel nur Unternehmen, die sich traditionell hohe Marktanteile gesichert und ihre Produkte konsequent den Erfordernissen des Marktes angepasst haben. Die Tatsache, dass beispielsweise nahezu jedem bundesdeutschen Haushalt ein Kühlschrank und ein Fernsehgerät stehen, hat diesen Branchen Stagnation beschert. Noch ein Schritt weiter führt in gesättigte Märkte. Merkmal ist der Kunde, der zwischen zahlreichen, gleichartigen Angeboten wählen kann. Auf diesem hohen Niveau wird es für die Hersteller zunehmend schwieriger, echte Neuheiten zu präsentieren. Viel häufiger sind Varianten bekannter Angebote. So können selbst Experten die Unterschiede bei zahlreichen Heimcomputern kaum noch ausmachen. Die Automobilindustrie präsentiert Variationen von Styling und Typenreihen.

Fragen zum Text:

1. Aus welchem Grund blieb ein tiefgreifender Wandel in der Messeszene unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit?

2. Wozu dienen Messen in der heutigen Wirtschaft?

3. Wie sehen messenorientierte Märkte aus?

4. Was sind stagnierende Märkte?

5. Was ist Merkmal der gesättigten Märkte?

Text 29. MAGDEBURG TAFELT AUF !

785 Tafeln gibt es in Deutschland 27 davon in Sachsen-Anhalt. Anlässlich des 14. Bundestafeltreffens, welches an diesem Wochenende in Magdeburg statt fand, galt es Bilanz zu ziehen.

Sie ist eine der größten sozialen Bewegungen unserer Zeit die Tafel. Nach dem Prinzip Jeder gibt was er kann spenden seit bereits 15 Jahren viele Engagierte. Dabei geht es schon lange nicht mehr nur um Lebensmittelspenden.

Die in letzter Zeit viel diskutierte Armut in Deutschland, scheint in der Tat kein Randphänomen mehr zu sein. Die Anzahl der von der Tafel versorgten Menschen steigt stetig. Allein in Magdeburg hat sich die Anzahl der ausgeteilten Mittagessen von Januar 2006 bis Januar 2007 fast verdoppelt. Ging es früher noch hauptsächlich um die Versorgung von Obdachlosen, rücken heute vor allem auch von der Langzeitarbeitslosigkeit Betroffene und Menschen, die finanziell nicht fähig sind ihre Familie zu ernähren, ins Bild. Zukünftig werden auch Rentner, deren Rente kaum zum Leben reicht, eine neue Zielgruppe der Tafeln sein, berichtete Gerd Häuser, Vorstandsvorsitzender der deutschen Tafeln. Bald wird die Tafel eine Million Menschen deutschlandweit mit gespendeten Lebensmitteln unterstützen. Was dazu natürlich notwendig ist, liegt auf der Hand Spenden. Die Zeitspenden der einen und die Geld- und Sachspenden der anderen machen im Zusammenspiel die Tafel erst möglich, so Häuser.

Neben dem Angebot an Essen, bietet die Tafel ihren Kunden aber durchaus auch mehr: Kochkurse sollen aufklären und Ideen zur Zubereitung von unbekannten Gemüse geben, in Aufenthaltsräumen geben Mitarbeiter der Tafel außerdem auch Hausaufgabenhilfe.

Um die Arbeit der Tafel zu unterstützen, lief vom 2. Mai bis 7. Juni die Stadtwerte Magdeburg überrascht. Oberbürgermeister Lutz Trümper wettete mit Gerd Häuser, dass die Magdeburger innerhalb eines Monats mindestens drei Tonnen Lebensmittel für die Magdeburger Tafel spenden würden. Schon wenige Tage vor Ende der Wette stand fest, dass diese gewonnen wurde: am Freitag war schon mehr als das Doppelte an Lebensmittel zusammengekommen. Seinen Wetteinsatz, einen Tag ehrenamtliche Tafel-Arbeit in Magdeburg zu leisten, will der Oberbürgermeister dennoch einlösen.

Die Arbeit der Tafel ist wichtig und notwendig ein Symbol, welches am Freitag auch auf der Goldschmiede Brücke gesetzt wurde. Eine 200 Meter lange Tafel, lud die Menschen dazu ein, sich zusammen zu setzen, zu informieren und wie sollte es anders sein zu essen. Die Lange Tafel ist traditionell der Höhepunkt der Bundestafeltreffen und soll ein Zeichen für mehr Solidarität und Mitmenschlichkeit setzen.

Fragen zum Text :

1. Wie viel Tafeln gibt es in Sachsen-Anhalt ?

2. Was bedeutet der Begriff Tafel?

3. Was bietet die Tafel ihren Kunden ?

4. Warum ist die Arbeit der Tafel sehr wichtig ?

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